Kamerun: Geschichte und Organisation.
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Kamerun.
Der Name Kamerun, heute für das ganze ungeheure Gebiet vom innersten Winkel des Guineagolfes bis zum Tschadsee gültig, bezieht sich ursprünglich nur auf die nähere Umgebung des Kamerunflusses. Er stammt von der Bezeichnung, welche die Portugiesen einer kleinen Krebsart gaben, die sich in dem Mündungsgebiet des erwähnten Flusses in großer Zahl findet.
Geschichte und Organisation.
Kamerun in seiner heutigen Ausdehnung wurde schon vor längerer Zeit von einzelnen der bedeutendsten Forschungsreisenden berührt. Namentlich das Gebiet des Tschad war es, mit dessen Entschleierung die Namen zweier der größten unter ihnen, H. Barth und G. Nachtigal, schon lange vor der Begründung deutscher Schutzgebiete, der erste bereits in den fünfziger Jahren des verflossenen Jahrhunderts, verbunden sind. Mit dem Anfang der deutschen Herrschaft beginnt aber insofern eine neue Periode, als nunmehr Expedition auf Expedition folgt und uns mit den inneren Landschaften immer genauer bekannt macht. Auch hier seien nur die Namen der bedeutenderen unter den zahlreichen Männern aufgeführt, die sich bleibende Verdienste um die Erforschung unserer Kolonie erworben haben. An erster Stelle unter ihnen Flegel, ferner Zintgraff, Kund und Tappenbeck, sowie besonders Morgen. Gehören die Forschungsreisen dieser Männer im wesentlichen der ersten Zeit der deutschen Herrschaft an, so ist von den neueren vor allem der für das innere Kamerun höchst wichtigen Forschungen von Hutter und von Passarge zu gedenken. Von Fremden mag der Franzose Mizon Erwähnung finden.