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1 (1909) Togo und Kamerun
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V e r ke l, rs g e v g ra p h isch es

saßen im ^berlaufgebiet des Croßflusses und im mittleren, vom Sanaga und Mbam durchströmten Hochlande, und nur 12 von ihnen gleich 2,3^ waren in Nordkamerun tätig. Auch hier zeigen sich deutlich die Folgen des Vordringens der deutschen Macht in einen: Fortschritt der kolonialen Handels­und Produktionstätigkeit, insofern zwei Jahre vorher nur drei weiße Erwerbstätige und Händler im äußersten Norden des Schutzgebietes gezählt wurden, gegenüber den eben aus­geführten 12 im Januar 1907.

Die Zahl der Pflanzer ist in der letzten Zeit gefallen, da eine große Pflanzungsgesellschaft an Stelle zahlreicher Euro­päer Schwarze angestellt hat. Dagegen ist die Zahl der Kauf­leute im Schutzgebiete ziemlich stark gestiegen.

Wie in allen tropischen Kolonien, deren Erschließung erst vor verhältnismäßig kurzer Zeit begonnen hat, ist auch in Kamerun die Zahl der Frauen und Kinder nicht groß. In der Kolonie waren am 1. Januar 1907 nur 66 verheiratete Frauen anwesend, zu deuen noch 31 unverheiratete, zumeist Missions- und Pflegeschwestern kamen. Kinder wurden nicht mehr als 46 gezählt. Im Schutzgebiet geboren wurden 1906 22 Kinder, Todesfälle unter der gesamten weißen Bevölke­rung kamen 32 vor gegen 28 im vorhergehenden Jahre, von denen insgesamt nur noch 11 auf Malaria und Schwarz­wasserfieber zurückzuführen wareu.

Verkehrsgeographisches.

Die Entwicklung des Verkehrs hatte in Kamerun mit viel größeren Schwierigkeiten zu kämpfen, als dies in Togo der Fall war. Zunächst fehlt dem Lande in seinen südlichen Landschaften jene dichte und verhältnismäßig hochstehende Bevölkerung, die wir in jenem Schutzgebiete kennen gelernt haben. Sodann aber muß man berücksichtigen, daß die Ein- geboruen sich selbst lange Zeit hindurch so sehr dem Verkehr