Teil eines Werkes 
1 (1909) Togo und Kamerun
Entstehung
Seite
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angestellten Versuche sür manche Kulturen recht gute Aus­sichten eröffnen. So scheint der Boden des Küstenlandes sich für eine ganze Reihe tropischer Gewächse zu eignen; die Ähnlichkeit des Klimas mit dem der wertvollsten Plantagen­gebiete Südasiens uud Südamerikas läßt hoffen, daß ver­schiedene der dort gezogenen Welthandelsgewächse auch in dieser Landschaft in größerem Umfange gebaut werden können.

In größerem Umfange tatsächlich angepflanzt sind in den europäischen Pflanzungen bisher nur zwei Pflanzen. Die eine ist die Kickxia, deren Bestände freilich zum größten Teile noch nicht ertragsfähig sind. Vor allen anderen Gewächsen aber ist der Kakaobaum in der Umgegend des Kamerun­berges angepflanzt worden. Ist er auch erst durch die Deut­schen eingeführt, so hat sich seine Kultur doch schon so sehr gehoben, daß im Jahre 1906 bereits mehr als zwei Millionen ertragsfähige Bäume gezählt wurden, die fast alle in der Nachbarschaft des Kamerunberges angesetzt waren. Hier ist es auch, wo nach dem Urteil so hervorragender Sachkenner wie Wohltmann und Preuß der Boden für den Anbau des Baumes ebenso geeignet ist wie in den Heimatländern der besten bekannten Kakaosorten.

Die Tierwelt Haustiere.

Die wilde Tierwelt von Kamerun ist nicht überall durch die gleichen Formen vertreten. Vielmehr muß man zwischen dem Süden und dem Norden unterscheiden; zugleich bedingt auch in dem südlichen Teile des Schutzgebietes die Zuge­hörigkeit der Landschaft zum geschlossenen Waldlande oder zur Savanne der inneren Hochflächen natürliche Unterschiede.

Südkamerun weist zunächst eine recht nahe Verwandt­schaft mit dem Urwaldgebiet des nördlichen Kongolandes auf, während seine Fauna weniger Ähnlichkeit mit derjenigen von Ost- und Südafrika besitzt. Ziemlich arm an größeren Tieren