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Kamerun.
im Laufe eines Jahres unterworfen sind. Besonders der große See, zu desseu jetzigen Uferstaaten außer Deutschland auch England und Frankreich gehören, ist infolge dieser wechselnden Wasserführung beinahe eher als eine riesenhafte Lagune zu bezeichnen. Denn während er bei einer Meereshöhe von nur 250 in in der Regenzeit weit über seine Ufer hinaus sich ausdehnt, schrumpft er in der trockenen Hülste des Jahres zu einer viel kleineren Wasserfläche zusammen. So erklärt sich die auffallende Verschiedenheit der Größenangaben, die von ihm von früheren Forschern gemacht wurdeu. Immerhin wird der See auch bei Niedrigwasser auf 27000 ^Km geschätzt, was der Größe der Rheinprovinz entspricht. Während der Regenzeit ist aber seine Oberfläche um viele Tauseud Quadaratkilometer größer. Die Ufer auf der deutschen Seite sind besonders flach, und hier sind infolgedessen die jährlichen Schwankungen der Strandlinie sehr erheblich.
Das Klima von Kamerun.
Da wir aus Kamerun nicht nur ein ziemlich reichhaltiges Beobachtungsmaterial, sondern auch vorzügliche Darstellungen der klimatischen Verhältnisse von vi-. Plehn und Hauptmann Hutter besitzen, so sind wir in der Lage, die eigenartigen Verhältnisse dieses Gebietes ganz gut beurteilen zu können.
Auch klimatisch zerfüllt Kamerun in die drei Hanptgebiete des Küstenvorlandes, der Hochländer und des Nordens.
Berücksichtigen wir zunächst die Küstenniederung, so zeigt sich in ihrer Temperaturentwickluug der echt tropische Charakter dieses Gebietes. Bezeichnend für diese Gegenden ist, wie schon bei Togo erwähnt wurde, die außerordentlich geringe Schwankung- der hoheu Temperaturmittel im Laufe des Jahres und, in diesem regenreichen Gebiet besonders wichtig, das Fallen der kühlsten Zeit auf die Hauptregenmonnte.