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von der Wasserstelle >i u^>tue nach O'ien, um das ehemalige V.'orengalager, wo melir Wasser und Weide sein sollte, zu beziehen. Ich gehölte zur Deckung des Eselk.n'N'iio. Die Ochsen? wagen waren bei dem Marsche in dem klippenreichen Terrain aus unmegsamer Pad unter Deckung etwas zurückgeblieben. Während in der'.'/acht Hanptmann von Bentivegni mil dem größeren Teile der Kompagnie wieder vorrückte, nm eine Holtentottenbande beim gemeldeten ^agerseuer ansznbeben. ivurdeu am Sonntagmorgen, den '.'lprU, unsere O'hsenwagen von zahlreiclien Holtentolten nbersallen. '.'.'ach tapferer oiegemvehr, bei der ^ahlmeisteraspirant Wendn tödlich getroffen wnrde, trieben die Hottentotten unsere «!0 Ochsen ad. Wir folgten mit Patrouillen der Bande, die einen Rest der nach Westen abgezogenen ^eute Johannes ^brislians bildeten, ^iber natürlich iväre das nutzlos gewesen, menn nicht unser Hauptmann vorn das Schießen und den Lärm gehört hätte und herbeigeeilt märe. Nun lam die ^ache anders, als die Hottentotten es sich gedacht hatten! Mit „Hnrra!" ging's vorwärts, und nm 2 llhr nachmittags hatte die 6. Compagnie die Ränder am tragen nnd ließ sie nicht los. ^,wei Stunden hielten sie noch im blutigen Kampfe aus, aber unaufhaltsam drang Hanplmanu von Bentivegni vor — endlich floh der geschlagene Feind, seine Toten lti> zurücklassend, in die Berge. Wir aber uahmeu unsere Ochsen znrück, von deneu die Räuder leider schou 10 geschlachtet hatten. 2 Stuudeu Ruhe, — Begräbnis — und dann Weitermarfch.
Heinrich Schulz,
eliem. Reiter der 6. Compagnie 2. Feldregiments d. Kaiserl. Schutztruppe f. D.-Süd>vestafrika.
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Episode aus dem Gefecht bei Otjunda (Sturmseld),
am ». Mai 1896.^) I.
Unter Leutwcin.
Der Morgen des 6. Mai hatte noch nicht zn grauen begouueu, das Lachen der Hyänen nnd das Gekläff der Schakale war kaum verstnmmt, als sich unsere Truppe mit den verbündeten Hereros nnd Witboois unter Führung des Laudeshauptmanus iu Bewegung setzte. Die Werften der vereinigten Onabandjern iHererostamm) nnd Khanashotten- totten waren uns von Kundschaftern tags zuvor bei den Wasfcrlöchcrn von Otjunda gemeldet worden, uud Major Lentwein wollte heute den eulschcidendeu Schlag gegen den Feind führen, den wir schon tagelang verfolgt hatten.
In halber Dunkelheit traten wir den Bormarsch an. Der Major sagte zu mir: „,m zwei Stunden wird mancher von uns nicht mehr die Souue sehen!" denn wir machten uns auf heftigen Widerstand gefaßt.
Unser Auf- uud Vormarsch ging, trotz reichlichen Dornengestrüpps, fast wie auf dem elrerzierplatz vor sich. Die drei Geschütze unter dem Oberleutnant der Landwehr a. D. Hermann, der bei Ausbruch des Witbooiaufstaudes 1904 vou dcu Witboois ermordet wurde nngesähr in der Mitte, die drei Kompagnien, unter dem Oberleutnant der Reserve von Linde- guist (jetzt Untcrstaatssckretär im Reichskoloiiialamti, dem Leutuant Schmidt und mir, rechts nnd links vou der Batterie. Unsere Bundesgenossen: die Hereros uuter ihrem Oberhäupt- liug Samuel Maharero und dem der Hererosprache mächtigen Kaufmann Gustav Boigt, auf dem linken Flügel; die Witboois uuter ihrem Kapitän Hendrik Witbooi und dein Oberleutnant der Reserve von Burgsdorfs, der ebenfalls als Opfer des Witbooiaufstaudes
') Unter den Mitkämpfern von 1894 und 1896 tritt auch der bei BIeßkranz verwundete Gefreite der 2. Kompagnie (von Sack) Martin Reichet ruhmvoll hervor, der jetzt els Ganzinvalid^ in Berlin lebt.