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2 (1911) Das Südseegebiet und Kiautschou
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5.8

Samoa.

Vergleich mit den meisten übrigen Schutzgebieten außer­gewöhnlich günstiges Verhältnis.

Unter den verheirateten Weißen ist die Mehrzahl mit farbigen Frauen verbunden. Wenngleich die Samoaner bedeutend höher eingeschätzt werden dürfen, als die übri­gen in unseren Schutzgebieten lebenden Farbigen, so ist gleichwohl ein solches Übergewicht dieser Mischehen zwischen mehreren Rassen über die europäischen sehr zu bedauern.

Die Bewegung der weißen Bevölkerung bestätigt end­lich das über die Gesundheit der Inselgruppe Gesagte. Die Zahl der Todesfälle, die im Jahre 1907 2,7 °/g be­tragen hatte, sank im Jahre 1W8 auf 1,5°/<> herab. Be­zeichnenderweise erfolgte in beiden Jahren kein einziger Todesfall an Malaria, Schwarzwasserfieber oder Dysenterie.

Produktion.

Hinsichtlich des produktionsfähigen Landes, eine für die Zukunft Samoas recht wichtige Frage, begegnen wir verschiedenen Schätzungen. Während Wohltmann insgesamt etwa ein Drittel der Inseln für Pflanzungs­anlagen geeignet schätzt, kommt Reinecke zu dem Ergeb­nis, daß hierzu nur etwa 80l) ^Km geeignet seien. Immerhin auch noch ein recht günstiges Resultat.

Zu den produktionsfähigen Gebieten dieser Art wird in Zukunft jedenfalls auch der Wald kommen. Er ent­hält nach den Untersuchungen seiner Hölzer durch Funk uud Sprengel eine Reihe von Hölzern, die, wenngleich sie von den Eingeborenen nur zum Hausbau sowie zur Herstellung von Kanus und anderen Gebrauchsgegen- ständen heimischer Art verwendet werden, durchaus zur Benutzung in europäischen Werkstätten und zur Herstellung von Möbeln, Parkettböden und Arbeitsgeräten aller Art geeignet sind.