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Samoa.
Im Gebiet der Karolinen liefen im Jahre 1908 37 Dampfer und 12 Segler ein, deren Gehalt an Registertonnen insgesamt etwas mehr als 63000 betrug. Unter den Dampfern standen die deutschen an erster Stelle, neben ihnen verkehrten auch norwegische Fahrzeuge. Uuter den Seglern befanden sich auch japanische Schiffe, die namentlich den Hafen von Saipan auf den Marianen aufsuchten.
Um aber den Schiffsverkehr der genannten Gruppen in seiner Bedeutung nicht zu tiberschätzen, muß berücksichtigt werden, daß auf die eingelaufenen Handelsfahrzeuge nur ein Teil jener Tonnenzahl, ein nicht unbeträchtlicher dagegen auf die deutschen Kriegsschiffe eutfiel. Auf den Marschallinseln liefen im Jahre 1908 125 Handelsschiffe ein, von denen 69 Dampfer waren. Während die Segelschiffe in der Mehrzahl die deutsche Flagge führten, waren die meisten der Dampfer norwegischer Nationalität. Auch die englischen übertrafen an Zahl die deutschen Schiffe.
Dem Tonnengehalt nach betrug der Verkehr im Hafen von Jaluit 13000, in Nauru dagegen 103000, eine Wirkung des Phosphatvorkommens, die auch zur Anlage technischer Hilfsmittel, wie z. B. einer neuen eisernen Brückenanlage zur Verladung dieses Minerals führte.
Nicht alle der Nauru anlaufenden Dampfer nehmen übrigens dort Fracht, sondern etwa die Hälfte der Registertonnen im Jahre 1908 entfiel auf solche Fahrzeuge, welche der Post wegeu eingelaufen sind.
Samoa.
Lage, Ausbau des Landes.
Samoa, das beinahe die erste unsrer deutschen Kolonien geworden wäre, wurde tatsächlich erst zwanzig Jahre nach