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Samoa.
der Besprechung der Produktion berücksichtigt werden. Von den ursprünglich vorhandenen Nutzgewachsen kommt in höherem Grade nur die Kokospalme in Betracht, die ja zu den Welthandelsgewächsen gehört.
Die höhere Tierwelt ist wie überall in der Südsee außerordentlich arm. Eine Art fliegender Huud sowie verwilderte Schweine und eine Anzahl von Tauben bilden die Hauptvertreter der frei lebenden Tierwelt, zu denen sich noch eine Reihe von See- und Küstenvögeln als halbe Landbewohner gesellen. Einige wenige Reptilien vervollständigen die Liste der interessanteren Tiere, zu denen indessen auch hier eine reichhaltige Meeresfauna tritt. Seeschildkröten, Holothurien, zahlreiche Fische, unter denen auch der gefürchtete Menschenhai wie überall in diesen Meeren sehr häufig ist, sowie der merkwürdige, von den Samoanern gegessene Palolowurm mögen hier erwähnt werden.
Bevölkerung.
Die Samoaner, nach Rein ecke ein außerordentlich wohlgebildeter Stamm, gelten als die reinste Ausprägung des polynesischen Rassentypus. Tüchtige Ackerbauer, auch als Schiffer und Fischer tätig, haben sie es sogar in einigen gewerblichen Beschäftigungen zu hoher Vollendung gebracht. Berühmt sind u. a. ihre Mattenflechtereien und Holzschnitzereien.
Bei der Größe der von den Hauptinseln eingenommenen Flächen kann man hier Volksdichte-Zahlen geben, wobei allerdings berücksichtigt werden muß, daß die Bevölkerung ganz vorwiegend in der Nähe des Meeres lebt und das Innere menschenleer ist. Wir besitzen bisher nur das Ergebnis einer Volkszählung aus dem Jahre 1906, wonach auf der Hauptinsel Sawaii um 12800, auf