Teil eines Werkes 
2 (1911) Das Südseegebiet und Kiautschou
Entstehung
Seite
53
Einzelbild herunterladen
 

Klima, Pflanzen- und Tierwelt.

Klima, Pflanzen- nnd Tierwelt.

Klimatisch ist die Samoagruppe selbstverständlich durchaus tropisch. Die Jahrestemperatur von Apia beträgt nach achtzehnjährigen Beobachtungen rund 26", die Jahres­schwankung ist auch hier noch eine außerordentlich geringe, denn der wärmste Monat, der Dezember, unterscheidet sich mit einem Temperaturmittel von 26,3" nur um etwa anderthalb Grade von dem kühlsten Monat, der hier, der Lage entsprechend, auf den Juli fällt.

Gleichwohl wird auch von Samoa dasselbe gerühmt wie von vielen anderen Südseeinseln. Der Passat, der während der kühleren Jahreszeit weht, wirkt besonders er­frischend, und nach Rein ecke herrscht unangenehme Hitze überhaupt nur bei Windstille, die am häufigsten in der Zeit von November bis März zu erwarten ist.

Außerordentlich groß ist der Regenreichtum Samoas. Nach der Regenkarte Samoas von Maurer haben nur die äußersten Nordwestspitzen von Sawaii und Upolu eine unter 250 em hinabgehende Niederschlagsmenge, ein schmaler, den Westen der beiden Inseln und den Nordwesten von Upolu einnehmender Streifen besitzt eine mittlere Regen­höhe von 250 bis 350 om, ebenso die südöstlichste Küsten­zone, während weitaus der größte Teil des Innern und die ganze Südküste eine Niederschlagshöhe von mehr als 350 cm aufweist. Apia besitzt z. B. eine solche von nicht viel weniger als 3 m.

Die Zeit des Regens entspricht, obwohl es eine eigent­liche Trockenzeit, d. h. sehr regenarme Monate überhaupt nicht gibt, den auf der Südhalbkugel herrschenden Zu­ständen, d. h. die Hauptmenge des Niederschlags, in vielen Fällen bis zu drei Vierteln desselben, gelangt in der Zeit des Südsommers zu Boden. Daß auf der Südseite die