Teil eines Werkes 
2 (1911) Das Südseegebiet und Kiautschou
Entstehung
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Bevölkerung.

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das Land von Westen her, von: indomalaiischen Archipel aus seine Tiere erhalten hat, unter denen sich neben einen: fliegenden Hunde namentlich Flugwild bemerkbar macht, darunter bis nach Kussaie hin eine Schwalbe, deren Nester eßbar sind, und deren Heimat ebenfalls im malaiischen Archipel zu suchen ist.

Die Marianen, auf denen sich mehr offenes, savan­nenartiges Land findet als auf den äquatorialen Inseln, unterscheiden sich auch hinsichtlich ihrer Tierwelt von den südlichen Gruppen Mikronesiens. Hier findet sich neben den wenigen heimischen kleinen Sängern ein selbstverständ­lich von außen eingeführtes Wild, Hirsche, und auf Tinian zählt man an zweitausend verwilderte Rinder sowie eben­falls verwilderte Schweine.

Bevölkerung.

Die Bevölkerung von Süd-Mikronesien ist ursprünglich eine rein polynesische, hat aber mit der Zeit eine Bei­mengung Papuanischen Blutes empfangen. Die Klein­heit der Jnselchen und das dadurch bedingte Hin und Her der seegeübten Bevölkerung ist als die Ursache dafür anzusehen, daß sich selbst dialektische Einflüsse fernab liegen­der Gebiete erkennen lassen. So wird z. B. auf einer der Karolineninseln ein stark an das Samoanische anklingen­der Dialekt gesprochen.

Die Seebefahrenheit der mikrvnesischen Bevölkerung ist so bemerkenswert, daß sie als ein wesentlicher Zug in deren Leben Erwähnung finden muß. So hat der Bau der einfachen, aber durch Auslieger und andre Einrich­tungen recht seetüchtigen Fahrzeuge hier eine hohe Voll­endung erreicht. Ja, mehr noch, selbst bis zur Herstel­lung einer Art von Segelanweisungen in Gestalt primi­tiver uud doch bewundernswerter Seekarten hat es diese