Teil eines Werkes 
2 (1911) Das Südseegebiet und Kiautschou
Entstehung
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Bevölkerung.

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unter denen jedoch der schönste, uns auf Neuguinea be­gegnende, der Paradiesvogel, den Inseln fehlt. Der Kasuar kommt dagegen nach Sapper auf Neu-Pommern vor, während er aus Neu-Mecklenburg nicht vorhanden ist. Der genannte Forscher erwähnt ferner unter den Tieren des Bismarckarchipels fliegende Hunde, Beutelbären und verwilderte Schweine sowie in den Flüssen ein Leisten­krokodil. In der See sind Haie und einige giftige See­schlangen nicht selten, daneben aber auch der bereits er­wähnte Trepang sowie Schildkröten und Perlmuscheln.

Bevölkerung.

Der Grundstock der eingeborenen Bevölkerung der Inselwelt ist zwar auch melanesisch, doch ist der ursprüng­liche Bestand an Papuanen hier offenbar bereits weit stärker mit fremden Elementen gemischt als auf dem Fest­lande der südlichen Rieseninsel. Diese Beimengungen sind wohl in erster Linie von polynesischen Gebieten aus erfolgt, und zwar in solchem Grade, daß namentlich die Küstenbevölkerung schon seit langem nicht mehr als aus reinen Melanesien bestehend gelten kann. Daneben haben, wie Sapper unter Bezugnahme auf Neu-Mecklenburg hervorhebt, indessen wohl auch starke Beeinflussungen von den malaiischen Jnselgebieten im Westen aus stattgefunden, während im Süden des Bismarckarchipels offenbar die Papua sich reiner erhalten haben, die nach Hahl nicht nur südlich der Gazellehalbinsel sondern auch auf den Admiralitätsinseln die vorwiegende Bevölkerung bilden, während in allen anderen Teilen des Archipels die er­wähnte Mischung sich in größerem Umfange durchgesetzt hat.

Wenngleich die Eingeborenen infolge fremder Einflüsse vielfach höher stehen als die Papuanen des Kaiser-Wil­helmlandes dies gilt übrigens kaum von denjenigen