Teil eines Werkes 
2 (1911) Das Südseegebiet und Kiautschou
Entstehung
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Die zum Neuguineagebiet gehörenden Inseln.

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Schiffe belief sich auf 84000 Registertonnen, d. h. auf nicht mehr als ein Fünftel desjenigen der in dem viel kleineren Bismarckarchipel verkehrenden Fahrzeuge.

Noch deutlicher zeigen uns die Zahlen für die Ein- und Ausfuhr, wie weit zurück dieser Teil unserer Südsee­besitzungen noch ist. Der Wert der gesamten Einfuhr belief sich in dem mehrfach erwähnten Jahre auf nur 723000 Mark; davon entfielen auf Deutschland 292000, während aus Australien für 185000, aus Asien für 168000 Mark Waren zugeführt sind. Alle anderen Länder treten gegenüber diesen hier angeführten völlig in den Hintergrund.

In der Ausfuhr ist bisher fast nur die Kopra von Bedeutung, die 1908 dem Werte nach mit 205000 Mark etwas mehr als fünf Siebentel der Gesamtausfuhr aus­machte. Neben ihr kommt bisher nur Kautschuk (mit einem Siebentel) von den Erzeugnissen der Plantagen in Betracht.

Die zum Neugumeagebiet gehörenden Inseln.

Die beiden Gruppen des Bismarckarchipels und der Salomoninseln werden in der Regel als ein mit dem Festlande von Neuguinea zusammengehöriges Ganzes betrachtet, was sich ja auch in der Organisation des Schutz­gebietes zeigt. Vom rein geographischen Standpunkte aus trifft dies nur für die in einem nach Westen offenen Bogen sich um die Neuguineasee lagernden Inseln der erstgenannten Gruppe zu, da sie sich auf einem seitlich von tiefen Meeren umgebenen Rücken erheben, wohin­gegen die Salomoninseln von dieser unterseeischen Fort­setzung Neuguineas völlig durch ein tiefes Meer getrennt werden.