Pflanzen- und Tierwelt.
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noch außerordentlich reichen Niederschläge, um zwar einen recht üppigen Pflanzenwuchs hervorzurufen, aber den Europäer doch alle unangenehmen Seiten des echten Tropenklimas fühlen zu lassen, zu denen in erster Linie oie allmählich, aber sicher eintretende Herabstimmung der Nerventätigkeit zu rechnen ist, eine üblere und unausweichlichere Folge als die Nachwirkung der verschiedenen Krankheiten im engeren Sinne, die mit der fortschreitenden Kultur ja ohnedies viel von ihrer Gefährlichkeit zu verlieren Pflegen.
Die Niederschlagsmenge ist noch sehr wenig bekannt. Sie beträgt an den Küsten von Neu-Pommern und Neu- Mecklenburg aber auch bereits vielfach über 2 Meter und dürfte im Innern und in den Bergen noch erheblich höhere Mittelwerte erreichen. Die Regen lassen wie im größten Teile des Kaiser-Wilhelmlandes, im Norden des Bismarck- archipels ein Überwiegen der sommerlichen Niederschläge erkennen. Im Süden und auf den Salomonen scheinen hingegen ähnliche Verhältnisse Platz zu greifen wie im Osten des festländischen Schutzgebietes.
Die gesundheitlichen Gefahren, die natürlich wesentlich durch die allgemeinen hygienischen Zustände beeinflußt werden, beruhen für den Europäer im wesentlichen in dem Auftreten der Malaria, die auf den Höhen seltener zu sein scheint, und in der überall verbreiteten Dysenterie. Erkrankungen der Atmungsorgane sind ebenfalls nicht selten, und neuerdings hat sich im Archipel, wenn auch lokal beschränkt, unter den Eingeborenen auch die früher nur vereinzelt vorkommende gefährliche Beriberikrankheit in epidemischer Form gezeigt.
Pflanzen- und Tierwelt.
Die Pflanzenwelt unterscheidet sich auf den größeren Inseln verhältnismäßig wenig voneinander, soweit sie uns