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Im dichten Pori : Reise- und Jagdbilder aus Deutsch-Ostafrika / von Margarethe v. Eckenbrecher
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Heimkehr.

Feuers wurde er von den Tieren befreit. Da konnte ich mich eines Lächelns nicht erwehren.

Hoch oben auf der Flaggenspitze über dem Zelt saß mein kleiner Affe und schrie erbärmlich, auch ihn hatten die Siafu überfallen, und die Hunde jaulten und heulten vor Schmerz.

Feuer und Wasser sind die einzigen Mittel gegen die Siafu. Sieht man einen Schwärm anziehen, dann muß man Feuerbrände über den Weg legen; sofort ändern die Tiere ihre Richtung. Ist man überfallen und gibt es Wasser in der Nähe, so soll man sich hineinstürzen oder in Schlamm und Mudde rollen, sonst bleibt nichts weiter übrig, als daß man die Ameisen geduldig eine nach der anderen vom Körper abliest.

Porembskys Zelt stand weiter entfernt, er blieb voll­ständig verschont. Wir hatten den Abmarsch vom Mititimu auf vier Uhr früh festgesetzt; er konnte erst gegen zehn Uhr vormittags erfolgen, weil das ganze Zelt mit den Betten erst mit Grasbränden ausgefegt und ausgeräuchert werden mußte. Es gab keinen Koffer, keine Kiste, keinen Gegenstand, der nicht von Siafu überflutet war.

Das war der letzte Gruß, den mir die Wildnis gab. Meine Erinnerung an die große Einsamkeit ist dadurch nicht getrübt: meine Liebe zu dem weiten schönen Land ist dieselbe geblieben: denn wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten und kleine Unannehmlichkeiten und Strapazen nimmt man gern mit in Kauf.

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Einen Tag später erreichten wir die vollständig zerstörte Missionsstation Nyangao, und am Abend kamen wir in menschlichere Gegenden, in das schöne Plantagengebiet, das

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