Print 
Im dichten Pori : Reise- und Jagdbilder aus Deutsch-Ostafrika / von Margarethe v. Eckenbrecher
Place and Date of Creation
Page
130
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

In die Traum- und Zaubersphärs sind wir, scheint es, eingedrungen.

<Walpurgisseier>)

während mir der Mbenkuru sogar dem Namen nach un­bekannt war, konnte ich doch wenigstens den Rovuma auf der Landkarte finden. Außerdem wußte ich durch Livingstones Forschungen, daß ehemals an seinen Ufern große Siedlungen und Dörfer des fleißigen Volkes der Wamatambwe waren. Sie sollen im Kampf mit den vom Nyassa kom­menden Wangoni fast gänzlich aufgerieben und zum Teil in anderen Stämmen aufgegangen sein.

Was wir am Rovuma suchten, waren keine Stämme mid Völker, das war die Einsamkeit, wo auf den großen Flächen das Wild stand, wo im stillen Strom Flußpferde und Kroko­dile hausten, wo über dem dichten Pori Geier und Marabus ihre Kreise zogen.

Über das Makonde-Plakeau^^^^^^^^^-^^^

Um 9 Uhr marschierten die Träger ab, immer die Küste entlang nach Mrweka, wo sie uns erwarten sollten. Uns hatte liebenswürdigerweise der Leiter der Plantage Kitunda seine Dhau zur Verfügung gestellt, mit der wir bequem nach Mrweka segeln konnten.

Beim Griechen brauten wir uns eine Granatapfelbowle zum Abschied vom schönen Lindi und ließen uns dann guten Mutes in die bereit liegende Dhau tragen. Wir hatten bei mäßigem Winde eine wunderschöne Fahrt. Im blauen, klaren izo