III. Zum Rovuma.
war unser so sauber hergerichteter Eßtisch verdorben. Jetzt fingen wir an, den freundlichen Karani und sein Office zu preisen. Nachdem der Koch mit Mühe und Not Feuer gemacht hatte, blies es ihm der Wirbelwind immer wieder aus. Endlich fand sich für die „Küche" ein Unterkommen in einer Hütte, und nun gelang es den vereinten Bemühungen von Koch und Küchenjungen, eine einigermaßen staubfreie Mahlzeit herzustellen.
Durch den Wind war es sehr kalt auf Chiwata. Unsere Träger saßen frierend und klappernd bei einander; immer wieder wurden die Feuer entfacht und bis spät in die Nacht dauerte die Unterhaltung, weil sie vor Kälte nicht schlafen konnten. Uns erging es nicht viel besser. Gegen die Kälte hätte man sich fchlltzen können, aber der Wind war fürchterlich. Er riß am Sonnensegel, an den Zellwänden und den Stricken. Alle Augenblicke lockerten sie sich, daß das Zelt zusammenzustürzen drohte. Blieb es offen, dann jagte er dicke Staubwolken hinein. Machten wir es zu, so war es ungewohnt drückend und stickig. Erst gegen Morgen ließ der Sturm nach. So kam es, daß wir sehr spät aufbrachen. Als wir uns beim Karani über den Wind beklagten, tröstete er uns, das wäre immer so, das würde man gewohnt. Nun konnten wir uns auch erklären, warum der ganze Platz solch ruppig zerzausten Eindruck machte. Bäume, Büsche, Häuser, Dächer, alles sah so sehr ungepflegt und mitgenommen aus.
Auf der Mission der weißen Väter in Ndanda.5545
Wir bekamen vom Karani einen Führer, der uns auf einem sehr kurzen Wege zur Missionsstation Ndanda des Benediktinerordens bringen sollte. Der steinige, schlechte Weg
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