Auf dem Rückmarsch. — Beim Ariden Matola. ->
blitzenden Strahlen erhellten mit einem Male das bläulich schimmernde Pori. Hügelauf, hügelab, über breite, trockene Grasflächen, durch sandige Flußtäler führte der schmale Pfad. Die Gegend war besonders öde und trocken. Keine Wildspur fand sich, kein Vogel sang. Magere, ruppige Krähen hockten auf einem der großen, trockenen Bäume.
Um zehn Uhr kamen wir an einen freien sauberen Platz, auf dem ein großes Europäerhaus stand. Es war tot und still. Wir stießen die Fensterläden auf. Die Zimmer waren leer. An dem einen Fenster hing eine Gardinenstange. Eine weiße Frau mußte hier gelebt haben. Vor dem Haus lag ein Kindergrab mit Rubinen beschüttet. Ein kleines schiefes Kreuz lehnte darauf. Im Hof stand eine große Holzfigur, offenbar Ma- kondeschnitzerei; ein Fetzen einer deutschen Flagge hing vom Dach. Weit und breit kein Tropfen Wasser; nirgends ein menschliches Wesen.
Ein des Weges kommender Mshenzi wurde nach diesem verlassenen Hause gefragt. Es war das Gebäude der Schürfgesellschaft Luisenfelde. Seit fünf Iahren steht es leer. Man hatte von hier aus nach Rubinen gesucht, aber nur minderwertige Steine gefunden, deren Abbau nicht lohnte. Der Leiter der Gesellschaft zog fort, nachdem er hier sein einziges Töchterchen hatte begraben müssen. Mit den kalten, roten Steinen, die in der Sonne wie Blut funkeln, deckte er es zu. Das Haus steht öde und verfällt.
Beim Akiden Atakola ^.^^K^:'^^^:^^««^:^«
Von Luisenfelde aus führt eine sehr schöne, breite, gut gehaltene Barra-barra nach Luatala, dem Platz des Akiden Matola.
is« 227