Marumba. — Das Büffellager.
standes vor vier Iahren. Die Sage geht, daß an seiner Statt ein anderer gehängt worden sei, und daß er sich verborgen halte, um in aller Stille an der Befreiung Afrikas von den Weißen zu arbeiten. Diese Redensart konnte aber auch als eine Drohung aufgefaßt werden: „Der Geist Hongos ist lebendig unter uns. Seht euch vor!"
So wetterleuchtete es am kleinen, ostafrikanischen politischen Himmel. Den Massai im Norden traute man nicht; im Süden sollten die Portugiesen und Engländer am Nycissa das ihre tun. Die islamitische Bewegung macht immer größere Fortschritte; es könnte auch sein, daß die Askaris nicht mehr so ganz zuverlässig wären.
Wer friedlich und sorgenlos leben will, der darf vorläufig noch nicht in eine Kolonie gehen, sei sie deutsch, englisch, französisch oder portugiesisch. Kolonisieren heißt kämpfen.
Das Büffellager 455555555555555555555555555
Wir brachen das Lager von Marumba ab und wollten in zwei Tagemärschen Ngomano als vorgeschobensten Posten unserer Rovumaexpedition erreichen.
Am Nachmittag des ersten Marschtages trafen wir unterwegs zahlreiche frische Büffelfährten. Da trotz öfterer Fährten bisher noch keiner der beiden Herren einen Büffel zu Gesicht bekommen hatte, so entschlossen wir uns kurz, Ngomano vorläufig aufzugeben und in der Vüffelgegend zu bleiben.
Auf einer Anhöhe unter einem prachtvollen Mtama- baum schlugen wir Lager. Die Blätter dieses Baumes ähneln denen der Esche. Seine Früchte sind große Schoten, in denen etwa ein Dutzend schwarzer Bohnen liegt, die ein brandrotes Käppchen tragen.
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