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Im dichten Pori : Reise- und Jagdbilder aus Deutsch-Ostafrika / von Margarethe v. Eckenbrecher
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III. Zum Rovuma.

Im Lager von Kipapa war es sehr gemütlich. Es tat mir sehr leid, als mein Mann schickte, daß wir nach Bangala nach­kommen sollten. Natürlich hatte sein Führer keinen Elefanten gesehen. Es lag ihm nur daran, ordentlich Fleisch zu be­kommen. Als er sah, daß mein Mann mit seiner Belohnung Ernst machte, zog er es vor, schleunigst zu verduften.

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Am 18. September brachen wir nach Bangala auf. Po- rembsky ging mit seinem Boy auf Jagd und pürschte sich lang­sam dorthin, während ich an der Spitze der Karawane blieb. Ich sah Wasserböcke und sogar ein Rudel wilder Hunde, die zum Trinken zum Rovuma liefen. Sie waren in den ver­schiedensten Farben, hell und dunkel gefleckt. Anfangs hielt ich sie für Hyänen. Wir kamen fo nahe an sie heran, daß uns der scharfe RaubHrgeruch beißend in die Nase zog. Der Boy mit meinem Gewehr war natürlich am Ende der Karawane, wie es in solchen Fällen immer geht. Rotbraune Suallas, schlank und graziös, setzten im Trabe hoch über Gras und Gestein. Ein Wildschwein stand verwundert vor uns.

Unser Weg ging am Rovuma entlang. Viele Anabäume sahen wir, alte, liebe Bekannte aus Südwest. Dann kamen wir an ein tiefes Rivier, einen trockenen Wasserlauf mit rissigen Ufern, durch das viele Elefantenfährten führten. Meterweis hatten die Tiere die Böschung niedergetreten. In den Zweigen der Uferbäume saßen Hundsaffen und schalten, Meerkatzen mit langen Greifschwänzen schaukelten und turnten in den Ästen, kleine grüne Papageien und bunte Vögelchen flatterten vor uns her. Kreischend flog ein Volk Perlhühner auf. Wir gingen den Flußlauf in seiner ganzen Biegung entlang. Er mündete, 172