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Im dichten Pori : Reise- und Jagdbilder aus Deutsch-Ostafrika / von Margarethe v. Eckenbrecher
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III, Zum Rovuma,

zugleich die Knie mit den verschränkten Armen festdrückte. Das kräuselnde Wasser, in das man hineinsieht, machte schwindlig. Tief sank der arme Kerl in Sand und Wasser. Oft geriet er an eine tiefere Stelle und knickte ein. Dann waren wir beide in Nöten. Wenn ich zu ihm sagte:Steh doch still und ruhe Dich aus", dann lachte er und meinte:Weshalb soll ich mich ausruhen, da ich doch nicht müde bin". Wie ein Bündel be­förderte er mich am anderen Ufer zur Erde. Die Landschaft, die wir von jetzt ab durchwanderten, hieß Kipapa.

Kipllpa 4.54.55.5-545.5'5«5^

Wir zogen mit der Karawane auf einem schmalen Neger­pfade durch Gras und Palmen stromaufwärts. Unterwegs trafen wir auf einen eingeborenen Jäger, der eine Büffelkuh erlegt hatte. Wir gingen dem pestilenzähnlichen Geruch nach und kamen zu seinem Lager. Von einem Busche waren Zweige herabgebogen. Darunter lagen Grasbündel und eine Matte. Daneben standen ein paar alte Gewehre und einige Töpfe. Grünschwarzes, gedunsenes Fleisch hing da in Mengen. Die Büffelkuh, Springhasen, Eichhörnchen, Vögel, alles schmorte am Rost über dem stark schwelenden Feuer.

Von dem Fund! (Meisterjäger) erfuhren wir, daß er zum Akiden Matola gehörte. Matola hatte am Bangala, einem Nebenfluh des Rovuma, wo wir hinwollten, gejagt und drei Elefanten geschossen. Da gaben wir es auf, nach Bangala zu ziehen. Wo der Neger jagt, ist wenig Aussicht für den Weißen. Außerdem hätten wir auch keine guten Führer bekommen, da um Bangala herum Matolas Leute saßen. Auch der Fundi stand vollkommen unter seinem Einfluß. Wir boten ihm an, uns gegen hohes Entgelt zu führen. Er lehnte kaltlächelnd ab. 164