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Im dichten Pori : Reise- und Jagdbilder aus Deutsch-Ostafrika / von Margarethe v. Eckenbrecher
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III. Zum Rovuma.

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Wir beschlossen daher, ihn bis zum nächsten Fort zu be­gleiten, dann über den Rovuma zu gehen und auf deutschem Gebiete der Dinge zu harren, die kommen sollten.

Wie wir allmählich erfuhren, war, wie immer, die Hütten- steuereintreibung die Ursache zu den Unruhen. Die Portugiesen schickten ihre Leute durch das Land:Kommt zur Boma und bezahlt die Steuern!" Hohnlachend erwiderten Wangoni, Wa- matambwe, Wamakua, Wayao und Wamakonde:Kommt und holt sie!" Und die Abgesandten drohten:Wir nehmen Euch Eure Frauen und sperren sie ein!"Kommt und holt sie!" lautete die Erwiderung. Daraufhin ging eine Askaripatrouille ab und nahm die Mutter sowie den ältesten Sohn des Sultans Madodo, der viel Einfluß über seinen Stamm, die Wama- tambwe, hatte, als Geiseln gefangen. Ein Askari wurde dabei erschossen, und man erreichte das Gegenteil. Madodo weigerte sich nach wie vor. Ihm schlössen sich die anderen Völkerschaften an. Die alte Dame Nahaku und ihr Enkel fristeten im Hof der Boma als Gefangene ihr kümmerliches Dasein. Um ihnen den Aufenthalt weniger lieb und teuer zu machen, bekamen sie alle beide einen um den anderen Tag fünfzehn Stockschläge auf beide Hände. Mein Mann hatte diese Grausamkeiten mit erlebt, als er, von dem Schreien und Wimmern erschreckt, hinausging, um nach der Ursache zu forschen. Während meines Aufenthaltes auf Msimba geschah es nicht, wie der Feldwebel betonte, aus Courtoisie gegen die weiße Frau.

Ein, ich möchte fast sagen, mittelalterliches Folterinstrument findet bei den Portugiesen noch Anwendung. Es ist ein dickes Stück Holz in Form einer Bürste. Darin befinden sich kleine, kreisrunde Löcher. Wenn die Verurteilten mit diesem Instru­ment geschlagen werden, saugt es sich durch den Luftdruck, der in den Löchern entsteht, fest. Beim jedesmaligen sofortigen 158

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