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Im dichten Pori : Reise- und Jagdbilder aus Deutsch-Ostafrika / von Margarethe v. Eckenbrecher
Entstehung
Seite
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III. Zum Rovuma.

Porembsky räumte ihm liebenswürdigerweise sein Zelt ein und begnügte sich mit dem kleinen Patrouillenzelt. Vor Tagesgrauen rückten der Portugiese und mein Mann ab. Po­rembsky und ich gingen auf Jagd, trafen aber trotz vieler Fährten kein Wild. Darum waren wir froh, daß wir auch bald nach Msimba kommen würden, wo ein so gutes Iagdgelände sein sollte. Am Nachmittage blieben wir gemütlich im Lager, ordneten und packten, um gleich bereit zu sein, wenn mein Mann schickte.

In der Nacht, gegen 4 Uhr früh, weckte mich fürchterliches Geschrei. Einige Leute stürzten weinend und klagend ins Zelt, alles schrie und tobte durcheinander. Ganz entsetzt fuhr ich auf. Was ist nur geschehen?"Ein Löwe ist quer durchs Lager gelaufen! Nimm schnell Dein Gewehr!" Ich lief aus dem Zelt und sah das Lager in furchtbarer Verwirrung. Fast alle Träger waren fort.Vita! Vita!" (Krieg! Krieg!) tönte es von allen Seiten.Die portugiesischen Washenzi überfallen uns! Rettet Euch! Rettet Euch!" so gellte es durch die Nacht.

Endlich glückte es mir, die große Laterne anzuzünden. Ich hielt sie hoch und leuchtete. Ganz verschüchtert standen vor mir neun fremde Washenzi, die mir einen Brief von meinem Mann brachten, mit der Bitte, nachzukommen. Sie waren die Nacht durch marschiert und tauchten nun plötzlich im Lager auf. All­mählich kamen die Leute zurück und beruhigten sich. Die Zelte wurden abgebrochen, alles rüstete sich zur Weiterreise.

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Zwei Stunden später marschierten wir tapfer im portu­giesischen Gebiet. Es fing an, Tag zu werden. Im Osten flirrte ein schwacher, gelber Schein. Im ungewissen Licht standen Berge und Bäume. Heller und klarer wurde der 152