Auf dem Rückmarsch.
Mit der Jagd war es vorbei. Trotz der lockenden Gnufährte ging es schnurstracks nach Mitonone zurück. Denn die Kerle waren in furchtbarer Angst, irgendwo aus dem Dickicht könnte einer der Löwen hervorbrechen. Scheu standen sie, als wir zu der Stelle kamen, wo wir die Löwen aufgescheucht hatten. Dort hatten diese m aller Gemütlichkeit einen Buschbock zusammen verzehrt.
Bis dahin hatte ich nie gewußt, daß Löwen in Rudeln jagen. Später hörte ich, das dies, namentlich auch in den großen Steppen, durchaus keine Seltenheit sei.
Auf dem Rückmarsch 454.545.:.55.55^
Im Lager warteten Washenzi auf uns, die mir Nachricht von meinem Manne brachten. Er hatte einen kleinen Elefanten erlegt, dessen Zähne er zugleich mit einem großen Topf Honig schickte. Der Honig war uns eine sehr willkommene Gabe, denn uns war der Zucker ausgegangen. Von jetzt an wurde alles mit Honig gesüßt. Er sah ganz dunkel aus, war sehr dünnflüssig und hatte einen äußerst aromatischen Geschmack. Wenn man aber unausgesetzt bei allem, was man genießt, Brot, Kuchen, Kaffee, Kakao, Tee, Pudding immer wieder Honig hindurch schmeckt, so wird er einem über.
Mein Mann kam am folgenden Tag. Wir rüsteten zum Aufbruch. Unsere Sachen nebst Expeditionsausrüstung hatte ich schon am Tage vorher in Ordnung gebracht. Die Träger hatten ihre eigenen Lasten auch schon geschnürt. Es blieb ihnen weiter nichts zu tun, als das Zelttuch oder den Reservekanga als Turban um den Kopf zu drehen, um das Drücken der Lasten zu verhindern. So waren wir bald bereit. Um die Mittagszeit des 8. August verließen wir den oberen Mbenkuru,
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