II. Am Mbenkuru,
Der Mond ging sehr spät auf. Der Himmel hatte sich bezogen. Tief und schwarz war die Nacht. Hin und wieder blinkte ein blasser Stern. Auf Augenblicke erschienen die Centauren. Im matten Schein stand das südliche Kreuz am Himmel. Dunkle schwere Wolkenmassen schoben sich darüber hin. In der Ferne schien die rote Glut der brennenden Steppen. Auf den kleinen Zelten und den malerischen halbnackten Gestalten tanzten seltsame Lichter. In rötlichen Flammen loderte das Feuer. Der dicke Wangoniaufseher sorgte allabendlich, daß Holz genug da war. Die mächtigen Äste lagen geschickt übereinander geschichtet. Jetzt ergriff die Flamme den einen. Gierig leckend lief sie den Stamm entlang. Zischend knackten die kleinen Harzballen. Rote, gelbe, violette Funken sprühten auf. Jetzt kam der Wirbelwind und warf sie tanzend durch die Luft. Leise schwankten die Zweige auf und ab vom Glutstrom. Allerlei fliegendes Nachtgetier tummelte sich darin. Nun sinkt die Flamme, die eben noch so hoch und heiß brannte, in sich zusammen. Purpurn glühen die Funken auf, dann erlöschen sie jäh. Weißer Staub stiebt davon.
So ist das Leben.
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Die wenigen Tage, die wir uns noch für den Mbenkuru Zeit gelassen, vergingen sehr schnell. Von früh bis abends trieben wir uns im Pori umher. So waren wir auch wieder bis zur Mittagszeit in der Wildnis umhergestreift, ohne das geringste gesehen zu haben. Da trafen wir auf einen Wasserbock, den Porembsky anschoß. Wir verfolgten sofort die Spur, fanden aber keinen Schweiß. Im Eifer trennten wir uns und fanden uns erst nach langem Rufen und Pfeifen wieder. Es ist ein niederdrückendes Bewußtsein, sich so mutterseelenallein
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