» Eine verunglückte Flußpferdjagd. <-
gerte die UnHeimlichkeit. Das Geschrei des Nachtgetiers war verstummt, die dicken Frösche, die im Röhricht des Mbenkuru ein vergnügtes Dasein führen, schwiegen. Die Eulen hatten aufgehört zu schreien und die Grillen zu zirpen. Wie ein großer Druck lastete das Schweigen auf der ganzen Natur. Und wieder und wieder brüllte der König der Tiere und jagte Entsetzen durchs Blut. Ganz dicht am Wasser war er und löschte seinen Durst. 40, SO Schritte nur mochten ihn von uns trennen. In der tiefen Stille hörten wir das Knacken der Zweige bei seinen Tritten, hörten sein Prusten und Schnauben. Angestrengt spähten wir ins Dunkel. Das Gewehr in der Hand, wagten wir uns nicht zu rühren. Tödliches Schweigen. Jetzt muß er sich entschließen. Gewittert hat er die Menschen. Entweder er kommt und versucht, einen der unsrigen fortzuschleppen — gleich muß der wahnsinnige Schrei hallen — oder aber er ist satt und geht seiner Wege. Lange, lähmende Minuten verstreichen; klang es nicht schon etwas entfernter? Jetzt wieder. Es war weiter weg. Das Echo rollte und gab den Ton zurück. Gott sei Dank! Diese Nacht brauchten wir keine Sorge zu haben. Der König der Wildnis hatte sich ein anderes Opfer ausersehen.
Eine verunglückte Alußvferdjagd
Kalt und neblig war es, als wir aufstanden. Wir entschlossen uns etwas lange, ehe wir aufbrachen. Es waren noch die Kranken zu besorgen, der Koch kam zur Beratung. Affe, Vögel und Marder mußten Futter und Wasser haben. Schon stieg der rotglühende Sonnenball über den Horizont. Lange schräge Strahlen drangen durch die Dunstschicht von Tau und Nebel. Dann riefen wir unsere Führer zusammen, Buschiri, den Dicken, und Mzee, den Alten. Mein Boy bekam die Kamera
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