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Im dichten Pori : Reise- und Jagdbilder aus Deutsch-Ostafrika / von Margarethe v. Eckenbrecher
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II. Am Mbenkuru. <-

Trockenzeit reichlich Wasser mit sich führte. Eine alte Schamba dicht daneben sollte unser Lagerplatz werden.

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Die Zelte wurden in der Nähe einer verlassenen Hütte auf­geschlagen. Die Hütte selbst wurde erst ausgeräuchert und dann als Küche benutzt. Neben der Hütte wurde ein kleiner mit Gras bedeckter Vorbau angebracht, der in der einen Ecke sogar einen Tisch aus Bambus als Bllfett erhielt. So hatten wir ein schatti­ges, kühles Plätzchen, wo wir unsere Mahlzeiten in Gemütlich­keit einnehmen konnten.

Die paar Stunden bis zum Einbruch der Dunkelheit ver­gingen sehr schnell. Früh suchten wir die Zelte auf, da die beiden Herren durch die große Elefantenjagd sehr angestrengt waren. Auch ich hatte nach dem langen Marsche Grund genug, tüchtig müde zu sein.

Ich verzichtete am nächsten Tag darauf, die beiden erlegten Elefanten aufzusuchen. Der Weg war mindestens zwei Stunden weit. So blieb ich im Lager und sorgte für unser aller Be­quemlichkeit. Auch mußte Brot gebacken und Wäsche gewaschen werden. Das Trocknen ging so schnell, daß ich am selben Tage noch alles nachsehen und in Ordnung bringen konnte.

Gegen Abend kamen viele der Träger mit allen möglichen Anliegen. Gar nicht zu zählen waren die Wunden und Leiden, für die sie alle Arzenei haben wollten. Ich hatte mir einen behaglichen Ruhetag versprochen gehabt, und nun war ich von all dem täglichen Kleinkram so müde, daß ich froh war, als es dunkel wurde.

Am Vormittag des folgenden Tages wurden die Aufseher mit den Trägern ausgeschickt, um die Savanne in weitem Um-

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