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Allgemeines über den Ursprung der Herero und ihre Einwanderung in das heute von ihnen besetzte Gebiet.
Das in feiner Hauptmasse unsere Kolonie Deutsch-Südwestafrika etwa vorn 23° bis 19° 30' südlicher Breite *) bewohnende Hirtenvolk der Herero gehört zu der großen mittelafrikanischen Völkergruppe der Bantuneger, die sich quer durch das ganze mittlere Südafrika hinzieht, und deren südwestlichen Ausläufer es bildet.
Einen unzweifelhaften Beweis hierfür bietet feine Sprache, das Otjiherero, das mit den übrigen Bantudialekten der Bet- sthuanen, Kaffern und Mozambiquer nach Osten, und der Ovambo, Ovatjimba, Ovakuanjama und Ovakuangari nach Norden und Nordosten hin sehr nahe verwandt ist, vor allem mit ihnen das Kriterium des Bantufprachstammes gemeinsam hat, die Bildung von Begriffsbestimmungen durch bestimmte Präfixe (Omuherero der einzelne Herero, Ovaherero die Herero, Otjiherero die Sprache der Herero usw.).
Über die Urstße der Herero ist man zur Zeit noch ebenso im Unklaren, wie über die genaue Zeit ihrer Einwanderung in das jetzt von ihnen bewohnte Gebiet, sowie der Richtung, von welcher aus diese erfolgte. Es find hiefür schon die verschiedensten Hypothesen aufgestellt worden, die darin einig sind und wohl auch recht haben dürften, daß die Herero einst ihre Wohnfiße weit im östlichen Mittelafrika hatten.
So heißt es unter anderem in der Denkschrift über Ein- gebornenpolitik und Hereroaufstand in Deutsch-Südwestafrika * 2 ): „Die Herero mit den nahe verwandten Ovambandjeru stammen wahrscheinlich aus dem jetzt unter dem Namen Mafhonaland he
tz Vgl. Globus Bd. 26, S. 81.
2 ) Berlin, Mittler u. Sohn.
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