^■j8 Schlußwort.
Bröken Hill Blei und Zink. In dem Sambesital selbst kommt auch Eisen vor, das die Matutela verarbeiten. Ihr Material dürfte aber nicht aus Eisenerzlagerstätten stammen, sondern aus den bei der Verwitterung im tropischen Klima entstehenden Lateritschlacken bestehen.
Von Bröken Hill wird die Eisenbahn jedenfalls nach dem Ka- tanga-Hochland, das zu dem Kongostaat gehört, fortgesetzt werden. Sie wird also bei der Erschließung jenes an Gold und Kupfer so reichen Landes mit der Bahn in Konkurrenz treten, welche von Angola aus gebaut wird. Es kann kaum fraglich sein, daß mit dieser Angola-Bahn eine Konkurrenz nicht möglich sein wird, da ja der Weg von Katanga nach der Lobito-Bucht so sehr viel näher ist, als der über die Victoriafälle nach Beira und auch die Schwierigkeiten auf erstgenanntem Wege sehr viel geringer sind.
Schlußwort.
Die zukünftige Entwicklung Südafrikas.
Seit der Besitzergreifung des Landes durch die Europäer hat sich die Lage der großen Masse der Schwarzen ganz augenscheinlich gebessert, namentlich bezüglich des Vermögens, des Wohllebens und der Sicherheit des Eigentums. Willkür, Kriege und Raubzüge haben aufgehört. Man sollte nun meinen, daß der Schwarze mit seinem Lose zufrieden sei. Allein ganz das Gegenteil ist der Fall. So groß auch die Vorteile sein mögen, die die europäische Kultur den Schwarzen gebracht hat, die Rassengegensätze sind nicht zu überbrücken. Der Schwarze haßt den Weißen und wünscht nichts sehnlicher als seine Vertreibung. Daß die Anhänger der alten Sippen- und Stammesorganisation den Weißen als ihren natürlichen Feind betrachten, ist leicht verständlich, aber auch der Schwarze, der bereits dem Kolonialleben gewonnen ist, denkt nicht anders. Es wäre wohl schon längst zu größeren Aufständen gekommen, wenn nicht noch immer die gegenseitige Feindschaft der Stämme ein so großes Hindernis bildete, so namentlich zwischen den Bassuto und Sulu. Allein der Prozeß der Europäisierung, d. h. der Vernichtung der alten Stammesorganisation, wird allmählich diese Gegensätze beseitigen.