Das Nordrhodesische Hochland und die Südäquatoriale Wasserscheide. I2 g
flach und nur ein schmaler, beständig wechselnder Kanal innerhalb des breiten Bettes für große Schiffe zu benutzen. In zahllosen Armen endet der große Strom mit einem prachtvollen, in das Meer hinausgeschobenen Delta. Für die Schiffahrt sind die Deltaarme des Hauptstromes wenig geeignet, am meisten noch der nördlichste Nebenarm, der Kwakwa, der unterhalb Quelimane mündet.
Das Klima des Matabelehochlandes ist das eines tropischen Gebirgslandes mit mäßigen Niederschlägen. Die Temperaturen sind durch die Höhe gemildert, die Nächte kühl und erfrischend, der Winter im Gebirge ziemlich kalt. Am kältesten ist das hohe Inyangahochland. Die jährliche und tägliche Wärmeschwankung ist erheblich. In Tati z. B. beträgt die mittlere tägliche Schwankung 14,6°, die mittleren Extreme 38,9° und —o,8°, in Salisbury aber das mittle Maximum 33,8°, das mittle Minimum -j- 1,4° C. Der vorherrschende Wind ist der SO.-Passat, der im Sommer den Regen bringt. Die Regenmengen sind verhältnismäßig nicht so sehr bedeutend, in Bulwayo 579 mm, in Salisbury 929 mm, nach dem Sambesital zu und das Klima feuchtheiß und tropisch. Aus Beroma, i5 km nordwestlich von Tete liegen austührliche Berichte vor. Die Temperatur ist sehr heiß, in allen Monaten (außer Juni bis August) nachmittags über 30 0 . Während sieben Monaten fällt kein Regen, die Hauptregenzeit ist der Dezember bis Februar. In der Regenzeit 1891/92 fielen 551 mm in 48 Tagen, in der 1892/93 752 mm in 5i Tagen, 1859/60 852 mm, 1860/61 dagegen 1200 mm.
Die Vegetation ist tropischer Buschwald und Savanne, aber infolge der langen Trockenzeit ziemlich steppenartig, die Palmen gehen nicht auf das Matoppohochland hinauf, sondern umgehen es im Bogen.
XIV. Kapitel.
Das Nordrhodesische Hochland und die Süd- äquatoriale Wasserscheide.
Nördlich des Sambesi zieht sich das Plateau in 1000—1200 m Höhe hin, von einzelnen Massiven überragt. Die östliche Grenze bildet, wie schon früher erwähnt, der Abfall gegen das Loangwa-
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Passarge, Südafrika.