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Ostafrika, der Sudan und das Seeengebiet : Land und Leute ; Naturschilderungen, charakteristische Reisebilder und Scenen aus dem Volksleben, Aufgaben und Kulturerfolge der christlichen Mission, Sklavenhandel ; die Antisklavereibewegung, ihre Ziele und ihr Ausgang ; kolonialpolitische Fragen der Gegenwart ; nach den neuesten und besten Quellen / von Johannes Baumgarten
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Die christliche Mission

vom Kulturhistorischen Standpunkte aus betrachtet.

Umfang der christlichen Mission, Ihr Kulturwert und wissenschaftliche Bedeutung. Erziehung der Naturvölker zu einem sittlichen Leben und zur Arbeit. Praktisches Christentum und dogmatische Predigt. Cölibat und Ehe der Missionare. Die Missionsfrau als Gehilfin und Mitarbeiterin am Missionswerkc.ü. cles äsux moniZes." H, Soyaux, Da? Haus des Missionars. Der Borwurf der geringeren Bildung und Herkunft der Missionare. Die dringende Notwendigkeit der ärztlichen Mission und er­weiterter Krankenpflege.

Die christliche Mission ist gegenwärtig eine Kulturmacht ersten Ranges geworden, welche im Laufe dieses Jahrhunderts alle über­seeischen Länder in den Bereich ihrer Wirksamkeit gezogen hat. Unsere heutige Missionszeit übertrifft an Umfang und Vielseitigkeit der Kultureinwirkung bei weitem die des apostolischen Zeitalters. Von den Engländern in ausgedehntestem Maße gepflegt (1825 gab es bereits 55 englische Missionsgesellschaften mit 8 Millionen Mark jährlicher Beiträge), fast gleichen Schritt haltend mit dem Wachsen der englischen Weltmacht und der Erweiterung der geographischen Entdeckungsgebiete, allmählich alle christlichen Völker zur Beteiligung veranlassend, zählt die christliche Mission gegenwärtig, allein auf protestantischer Seite, 74 Missionsgesellschaften mit einer jährlichen Einnahme von mehr als 33 Millionen Mark und mehr als 3000 Missionaren (mit den weiblichen Mitarbeitern mehr als 6000), darunter 14 deutsche Missionsgesellschaften mit 2^ Millionen Mark Einnahme und 530 Misstonaren. Außerdem wirken dabei 260 bis

Bau mg arten, Ostasrila, Sudan u. Scegcbiet. 1