Morphologie A. Die vier Zonen und ihre Begrenzung
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aus Granit bestände. Es muß an dieser Stelle genügen, auf die Wahrscheinlichkeit einer größeren Ausdehnung des Granitmassives hingewiesen zu haben; eine genaue Begrenzung kann erst durch die Bereisung eines Geologen erbracht haben.
Zusammenfassend kann man nach den bisherigen geologischen Forschungen sagen, daß ganz Uhehe bis auf das eben erwähnte Granitmassiv und den oben genannten diabasartigen Gesteinen (s. S. 33) der Bomeni-Gruppe aus einem gewaltigen Gneisplateau besteht, das im Innern wie an den Rändern durch Brucherscheinungen gegliedert wird.
Morphologie A. Die vier Zonen und ihre Begrenzung
Die Morphologie des Landes steht im engsten Zusammenhang mit seiner Tektonik. Es lassen sich in erster Linie durch den tek- tonischen Aufbau bedingt vier Zonen von verschiedener Höhe und Oberflächengestalt unterscheiden. Nach v. Prince 1 ) laufen diese Zonen von Nordosten nach Südwesten einander parallel, sind — bis auf die zweite — ziemlich gleich lang, aber von verschiedener Breite. Dieser Einteilung schließen sich fast alle späteren Forscher an, so Adams'), Glauning 3 ), v. LieberH), v. Bruchhausen 5 ), Fülleborn 6 ) und Hauter 7 ).
Da die Zonen zum Teil ineinander übergehen, ist eine genaue geographische Begrenzung schwierig; es fehlen in der bisherigen Literatur auch jegliche Angaben darüber. Trotzdem soll im folgenden
— ohne die charakteristischen Merkmale der Zonen vorweg zu nehmen
— ein Versuch solcher Abgrenzung gemacht werden.
Die erste Zone wird durch den steilen Ost-, und Südrand eingenommen. Sie umfaßt das Utschungwe-, Mgolölo-und, Ligungwe- Gebirge und findet im Süden an dem Steilabfall des Mgolölo-Gebirges ihr Ende. Im Norden reicht sie bis zum Gr. Ruäha. Die Westgrenze scheint im wesentlichen von der Hauptwasserscheide (siehe Skizze S. 45). Uhehes gebildet zu werden; allerdings sind der Oberlauf des Lukösse und des Mtftu wohl der ersten Zone zuzurechnen.
Die zweite Zone schließt sich westlich daran; sie scheint in ihrer Ausdehnung bedeutend kleiner zu sein und im Norden schon durch die Jamulenge-, und Kengimona-Berge ein Ende zu finden; im Süden bildet das Mgolölo - Gebirge die Grenze. Nach Westen scheint sich die Zone nicht über den Kl. Ruäha zu erstrecken; jedenfalls rechnet v. Prince 8 ) diesen Fluß der dritten Zone zu. Diese geringe Ausdehnung der Zone wird wahrscheinlich auch der Grund sein,
') 4, S. 653. — 31, S. 20 ff. — «) 32, S. 55 ff. — l ) 35, S. 39 ff. — ') 36, S. 569 ff. — 6 ) 2, S. 190 ff. - ') 52, S. 57 ff. — 8 ) 4, S. 653.
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