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Die Entwicklung und der Stand der geographischen Forschung über Uhéhe in Deutsch-Ostafrika / von Ernst Battré
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Tektonik A. Geologische Geschichte

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Tektonik A. Geologische Geschichte

Uhehe bildet einen Teil des ge­waltigen ostafrikanischen Hochlandes und besteht nach den grundlegenden Untersuchungen von Dantz 1 ) vor­wiegend aus Gneis und seinen Um- lagerungsprodukten.

Im Osten fällt das Hochland steil zu der Ulanga-Ebene ab; nach Westen verflacht es sich ganz allmäh­lich zu der Niederung des Mpanggli (Gr. Ruäha). Im Norden trennt das Durchbruchstal des Gr. Ruäha das Hochland Uhehe von dem der Land­schaft Ussagära. Im Süden und Süd­osten findet es eine scharfe Unter­brechung durch den Steilabfall des Mgololo-Gebirges; im Südwesten dagegen setzt es sich nach dem Hochland von Ubena fort.

Die geologische Geschichte läßt sich naturgemäß nicht trennen von der des gesamten Ostafrika; diese kann wiederum in zwei Gebieten gesondert betrachtet werden: einmal die Küstenzone und das Gebirgs­vorland und zweitens das zentrale Hochland des Innern. Das erste Ge­biet wird seiner Entstehung nach bei der Besprechung des steilen Ost­randes von Uhehe erörtert werden. Das zentrale Hochland selbst besteht aus gneisischen und granitischen Gesteinen. 2 ) Die Gneisschichten, deren Streichrichtung meist eine nordsüdliche ist und die meist steil nach Osten einfallen, sind äußerst stark gefaltet und steil aufgerichtet und lassen darauf schließen, daß hier schon in der ältesten Zeit eine Faltung der archäischen Massen er-

*) 37. 2 ) 10, S. 26 ff.