Writisch-WafriKa,
der neue englische Freistaat (1888).
Nach dem deutsch-englischen Übereinkommen vom 29. Oktober, resp, vom 1. November 1886, war der englischen Interessensphäre nach Nordosten der Tanafluß, nach Südwesten eine Demarkationslinie, von der Mündung des Flusses Wanga über das Ostufer des Jipesees, durch die Landschaften Taveta und Dschagga den nördlichen Abhang der Kilima Ndscharokette entlang zum Ukerewesee, der unter dem 1. Grad s. Br. durchschnitten wird, zugewiesen worden. England eröffnete sich dadurch einen mehr als 250 Km breiten, ununterbrochenen Zugang zum Nilquellen-Gebiet und dem Sudan, welcher auf seiner ganzen Ausdehnung der Besitznahme durch eine europäische Macht keine nachhaltigen Hindernisse bietet.
Die lebhafte Handelsbewegung, welche an den Küstenplätzen der englischen Interessensphäre schon seit längerer Zeit stattfindet, ließ ein weiteres Vorgehen der Engländer erwarten, um sich die zukunftsreichste Handelsader Afrikas zu sichern und die ungeheuere Kapitalskrast Englands, die im Gegensatz zu den ängstlichen, kurzsichtigen und in kolonialen Dingen höchst mangelhaft unterrichteten deutschen Kapitalsmächten stets bereit ist, überseeische, auf positivem Boden stehende Unternehmungen sofort und in ausgedehntem Maße zu unterstützen, ein neues Feld der Thätigkeit zu verschaffen. Der heutige Aufstand in Ostafrika wird nur eine vorübergehende Unterbrechung hierin sein. Nach derselben wird England mit doppeltem Eifer an der Erreichung des großen Zieles arbeiten und dasselbe