Hlnianiemöe und Uniamuesi.
Die Wildnis Mgunda, Wakimbu und der Kigwaforst. — Die Bewohner: Ackerbauer, JLger und Räuber. — Unianiembe. — Die Araber in Kaze, — Wohnungen der Araber und der Neger. — Uniamuesi. — Anblick der Landschaft. — Die Pflanzen- und Tierwelt. — Die Waniamuesi. — Ihr Gewerbfleiß und ihre Lebensweise.
An der Grenze des Ugogolandes gegen Uniamuesi liegt die mit Busch und Wald bedeckte, äußerst wasserarme, 30 Meilen, d. h. acht Tagemärsche breite Wildnis Mgunda Mkali. Neuerdings haben die aus Süden eingewanderten Wakimbu dieselbe bevölkert und angebaut, da der Boden keineswegs unfruchtbar ist. Ihre Dörfer liegen meistens längs der Karawanenstraße von Kanienie über Mu- nieka nach Uniamuesi. Die Bewohner sind fleißige Jäger und verstehen es, Elefanten, Büffel, Löwen und Leoparden mit Geschick Fallen zu stellen. Nördlich derselben sitzt das gefährliche Hirten- und Räubervolk der Wahumba, ein schöner Schlag von Bergbewohnern, aus dem Stamme der Massai, die oft Ugogo und Usagara verheert haben.
Von Rubuga aus muß man den großen Kigwaforst durchschreiten, berüchtigt durch die Räuberbanden, welche darin ihr Unwesen treiben und die Karawanen plündern. Mit dem Austritt aus dem Forste öffnet sich das Reisland von Unianiembe, der zentralen und wichtigsten Provinz des sogen. Mondlandes oder Uniamuesi*). (Nach Krapf und Burton bedeutet v Land, nia der
*) Nach Krapf.