Mon Wagamoyo ins Innere.
Marsch- und Lagerscenen.
Ein höchst anschauliches Bild von den heutigen Zuständen und überhaupt von dem Leben und Treiben in Deutsch-Ostafrika geben ein Brief und Tagebuchblätter des französischen Missionars P. Johannes Hörne, eines geborenen Nassauers, der bis zum Jahre 1888 in Quitscha am Niger wirkte und dann nach Sansibar resp. Baga- moyo gesandt wurde. Nach der „Kölnischen Volkszeitung" teilten die meisten größeren deutschen Zeitungen diese lebendigen Reiseschilderungen mit:
„Mrogoro*), Weihnachtsfest 1888. „In meinem letzten Briefe teilte ich meinen Entschluß mit, bald Bagamoyo zu verlassen, um mich auf eine aufkeimende Station im Innern zu begeben, wie es auch am 21. November geschehen. Es war damals wenig Aussicht für eine glückliche Reise vorhanden, weil der Krieg mit den Deutschen alle Negerstämme an der Küste in Aufregung gebracht hat. Der Karawanenweg war und ist noch überall
*) Die Misflonsstation Mrogoro wurde im Dezember 1882 von ?, Karl Gommenginger gegründet und nach einem Brande im Jahre 1884 durch eine vierjährige, mit elsässischer Zähigkeit und Ausdauer durchgeführte Arbeit zu einer der blühendsten Niederlassungen im Seeengebiete gemacht. Der Forschungsreisende Dr. Junker, der sie 1888 besuchte, erklärte sie sür die schönste, die er je gesehen, sowohl wegen ihrer wunderschönen Lage und Gebäude, als auch wegen ihrer prächtigen Obst- und Gemüsegärten und ihrer schönen Herden. B.
23»