Won der Küste zum HangamMa*).
Land- und Völkerschaften.
Den 15. Juni 1382 fuhr Hauptmann Storms mit 126 Mann von Sansibar nach Ssadani ab, um von dort nach dem Tanga- nhika zu gehen, an dessen Ufer eine Station errichtet werden sollte. Aus dem anziehenden und lehrreichen Vortrage, den er zu Brüssel über seine Reise hielt, heben wir folgendes hervor:
„Deutschland besitzt nun u. a. Usagara und mehr im Norden das Kilima Ndscharogebiet. Diese beiden Provinzen, die im Inneren des Kontinents liegen — der Küstenstrich ist nicht so gesund und hat weniger Wert —, müssen mit guten Verschiffungsplätzen an der Küste in Verbindung gesetzt werden. Die Straßen, welche nach Usagara führen, sind die von Bagamoyo und Slladani. Aber keine dieser Ortschaften besitzt einen Hafen oder auch nur eine gute Rhede. Dcrr- es-Salaam, zwei Tagemärsche im Süden von Bagamoyo gelegen, besitzt einen prächtigen Hafen, dessen Einfahrt aber ziemlich schwierig ist. Nach Dar-es-Salaam müssen also jetzt die Deutschen die Haupl- wege leiten. Um das Kilima Nvscharogebiet mit der Küste in Verbindung zu setzen, hat man verschiedene Ankerplätze, besonders Mom- bas und Lamu eignen sich dazu. Alle genannten Orte haben bereits eine sichere Wichtigkeit für den Handel. Viele Jndier und einige Araber wohnen und handeln da mit den Eingeborenen. Die Europäer von Sansibar erhalten dann die Waren aus zweiter Hand.
*) Von Professor vr. A. Verlage nach einem Vortrage des HauptmannS StormS zu Brüssel im August 1881. „Die Weltpost", Nr. 21.