Die WenadirKttste und das Innere des Sonmtlandes.
Bar Benadir. — Kismayo. — Jumbo. — Brawa, die Somal und Araber dieser Stadt. — Die Vimal-Somal. — Marks. — Die Abyall-Somal, — Mogodischo und Orschech. — Das Innere des Somallandes. — Die Städte Bardera und Ganane. — Stämme im Innern. — Charakteristik der Somal. — Eingriff der Ägypter. — Handelsverhältnisse. — Wichtigkeit der SomaMiste. — Aussichten für Kaufleute.
Das Somalland im Osthorn Afrikas, dessen Inneres noch wenig bekannt ist, erhält durch die Erwerbungen der Deutsch-ostafrikanischen Gesellschaft und steigenden Handelsbeziehungen mit Sansibar eine hohe Bedeutung. Die Küflenbevölkerung hat sich durch ihre Strandräubereien bei allen Seefahrern berüchtigt gemacht und es kann nur im Interesse unserer ganzen ostasrikanischen Kolonie liegen, wenn die gefährliche Küste von Berbara bis an die Mündung der Juba unter deutsche Verwaltung gestellt, vor allem aber auch wenigstens am Kap Guardafui ein Leuchtturm errichtet wird. Die folgende höchst interessante Schilderung, welche auch wenig bekannte Einzelnheiten über die verschiedenen Stämme der Somal umsaßt, stammt aus der Feder eines viclersahrenen, scharfblickenden Kaufmannes, der die Küste seit sieben Jahren regelmäßig besucht hat*).
Den Namen Bar-Benadir — „Küste der Häfen" — hat
*) Mitgeteilt in der „Deutschen Kolonial-Zeitung" 1886, S. 135 ff. — Nach der Lektüre der folgenden Schilderung wird es jedem klar werden, weshalb sich die Italiener jetzt an der Ostküste von Obia festgesetzt haben. Vi- äsÄut consutes!