Die Mstenjtrecke zwischen MaKdischu und WerKa»).
Die Küstenstrecke zwischen der einst so reichen und bedeutenden Stadt Makvischu (Magadoxo oder Magadoscha) und der früher ebenfalls blühenden Hafenstadt Merk«, etwa zehn geographische Meilen lang, hat eine so hohe, selbständige kolonisatorische Bedeutung, daß sie eine besondere eingehendere Darstellung verdient.
Unabhängige Somalstämme haben nicht nur das Hinterland im Besitz, sondern auch das Küstengebiet selbst, auf welches der Sultan von Sansibar vergeblich absurde Ansprüche zu erheben versucht hat. Der nördliche Küstenstrich ist im Besitz der Somal-Abgal, die zugleich die Herren von Makdischu sind, der südliche Küstenstrich ist in Händen der Somal-Bimal, die zugleich die Stadt Merka haben. Wenn die Araber die ganze Küstenstrecke südlich Warscheich bis zum Juba resp. Kismayo die Benadirküste d. h. die „Küste der Häfen" nennen, so bietet hierzu namentlich der obige Küstenstrich einen genügenden Grund, denn zwischen Makvischu und Merka bildete in früherer Zeit die Küste, namentlich die besondere Strecke Geziret bis Danana, eine ganze Kette kolonisatorischer Ansiedelungen am Rande des Indischen Ozeans, die freilich heutigen Tages samt und sonders in Trümmern liegen, allein selbst in diesen ausgedehnten Trümmerfeldern, die Guillain zu dem Ausspruche veranlaßten: „Das Ufer sei besäet mit Trümmern" — den früher vorhandenen großen koloni-
*) „Kolonialpolit. Korrespondenz", 1886, Nr. 33.