Die SomatKüste
westlich und südwestlich vom Kap Guardafui.
Über die Somalküste schreibt ein Offizier der Deutsch-ostafrikanischen Gesellschaft („Die Weltpost", 13. Febr. 1886):
„Von Woyderia, Daberni bis Guardafui sieht man auf Felsen, denen meist ein fruchtbarer, wenn auch zur Zeit wenig bewachsener, schmaler Landstreifen vorgelagert ist. Die meist tiefen Längsthäler sind mit Busch oder Wald bestanden und deren Grunde mit Kieselstein und Geröll bedeckt. Die Felsenabhänge, auf denen noch Humus liegt, sind mit Harzbäumen bewachsen.
„Denselben Charakter hat durchgängig diese Landschaft die ersten 10—20 Meilen landeinwärts.
„Von Guardafui bis südlich Haifun (etwa 10 Grad n. Br.) bleibt dieselbe Erscheinung oder auch teilweise nur felsige Küste ohne Vorlagerung. Die Somal nennen die Umgebung von Haifun besonders fruchtbar. Hier sind die Berge bedeutend höher und schroffer, doch fallen dieselben nach dem Innern zu gleichfalls steil ab, so daß hier der Boden schon bedeutend näher an der Küste kulturfähig wird. Vom etwa 10. Grad n. Br. bis Obiat treten die Berge mehr und mehr ins Land zurück und zeigt diese Küste dem Meere ein meist bewachsenes, wellig ansteigendes Hügelland. Die Flußmündung des Negro passierte ich leider bei Nacht. Doch soll dieser Fluß sehr viel Wasser haben und durch ein sehr fruchtbares Thal fließen. Von Obiat bis Warrischin sieht man in ein lachendes, welliges Hügelland. Von Warrischin bis zum Äquator gewinnt das Land