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Ostafrika, der Sudan und das Seeengebiet : Land und Leute ; Naturschilderungen, charakteristische Reisebilder und Scenen aus dem Volksleben, Aufgaben und Kulturerfolge der christlichen Mission, Sklavenhandel ; die Antisklavereibewegung, ihre Ziele und ihr Ausgang ; kolonialpolitische Fragen der Gegenwart ; nach den neuesten und besten Quellen / von Johannes Baumgarten
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KoboK und die Amnzosen.

Die Italiener in Ostafrika.

Obok oder richtiger Hobok*), von Napoleon III> 1865 für 10 000 Maria Theresia-Thaler dem Häuptling Danakil Abubekr abgekauft, ist eine Handelsstalion feit 1882 und hat seit 1834 ein Kohlendepot. Es ist wohl die sicherste Rhede in Ostafrika mit seiner von Korallenriffen geschlossenen kleinen Bucht, die im Norden durch hohe Felsenuser umfaßt wird.

Der Bau des Suezkanals veranlaßte Napoleon III., diesen stra­tegisch wichtigen Punkt, kaum 70 Km vom Eingange in das Rote Meer und 100 Km demselben näher als Aden, zu besetzen, damit die nach Bourbvn, Indien und Cochinchina fahrenden französischen Schiffe einen Hafen hätten, wo sie sich ausbessern und mit Kohlen und Lebensrnitteln verschen könnten, was ihnen in Aden, wie im Jahre 1870, nicht immer gestattet wurde. Die Notwendigkeit, unabhängig von England, einen Küstenpunkt zu besetzen, wurde noch dringender, als die Engländer die mitten in der Meerenge Bab el Mandeb ge­legene Insel Perin in Besitz nahmen. Obwohl Perin ein nackter, unfruchtbarer, unter entsetzlichem Sonnenbrände liegender Fels, 5 Km lang, Km breit, bis 70 m hoch, ist, der des Süßwassers ganz entbehrt, so legten die Engländer nichtsdestoweniger an der Südwest­küste einen kleinen befestigten Hafen mit Leuchtturm an, der ihnen in einem Kriege die wichtigsten Dienste leisten würde. Die Deutschen

*) Letztere Schreibart ist die richtigere, weil die Eingeborenen das Wort mit einem aspirierten u aussprechen, (LnarmsttÄnt, x. 61.)

Baumg » rtc», Ostafrila, Sndnn u, Seecngebict. . 18