Im Kinterllmde von Wassawa, Mensa und Mogos.
2agd)ug des Herzogs Ernst von Covurg*).
Afrika hat mehr als ein „Paradies für Jäger": an den Ufern der großen Seeen, an den Schneebergen Kilima-Ndjaro und Kenia, im abessinischen Alpenlande; überall ist zugleich der Genuß der herrlichsten Landschaflsbilder dem Jäger geboten. Es ist daher nicht zu verwundern, daß diese Gegenden immer häufiger das Reiseziel englischer und deutscher Jagdliebhaber werden, die hier nach Herzenslust Elefanten, Löwen, Giraffen, Leoparden, Gazellen und Antilopen schießen können. Einer der ersten Deutschen, welche in Ostafrika dem edlen Waidwerke oblagen, war der Freund und Waffengesährte des Kaisers Friedrich III., der Herzog Ernst von Coburg, dessen Namen und hoher Schutz mit so vielen tüchtigen Bestrebungen in Kunst und Litteratur verbunden ist.
Die Wissenschaft sollte bei diesem Unternehmen keineswegs leer ausgehen, und so versah sich der Herzog mit einem Stäbe tüchtiger Männer, die vollkommen geeignet waren, das Erlebte und Gesehene in Wort und Zeichnung aufzubewahren.
Die Reisegesellschaft bestand aus dem Herzoge und seiner Gemahlin, dem Fürsten Hohenlohe und dem Prinzen Eduard Leiningen, dem Major v. Reuter nebst Frau, dem Arzte Dr. Hassenstein, dem
*) Nach der zusammenfassenden Darstellung von R. Andres, Abessinien, das Alpenland unter den Tropen. Leipzig 1889.