KstafriKanische Wald- und Msseröitder.
Die Natur in der mittleren Zone Afrikas. — Bild des Urwaldes. — Die
Tierwelt.
Die mittlere Zone Afrikas, vom Senegal bis Benguela einerseits, von Sansibar bis Mozambique anderseits und die weite Mulde im Herzen desselben, das Seeengebiet, ist von der Mutter Natur in wunderbarer Weise begünstigt. Hier, wo Passat- und Monsünwinde die von der senkrechten Tropensonne aufgesogenen Wasserdämpfe des Atlantischen und Indischen Ozeans über das Land breiten und durch ihre von der Erdoberfläche verschiedene Temperatur als Nebel und Regen niederlagern, sind die Bedingungen zu luxuriösestem Pflanzen- und Tierleben gegeben, Bedingungen, wie sie in der Jugend unseres Planeten geherrscht haben, was das Museum der Natur in Steinkohle, lithographischen Abdrücken und plastischen Darstellungen durch Versteinerung mächtiger Knochengerüste, die einst von Fleisch und Blut belebt waren, bezeugt. Ist auch in anderen Erdstrichen dieses jugendliche Feuer längst erloschen, in unserem Gebiete hat sich die produktive Urkraft erhalten. Liebliches Parkland, aus majestätischen Palmenhainen und vielerlei fremdartigen Bäumen gebildet, die wie von künstlerischer Hand in stets grünem Krautteppiche gewoben, auf dem die Giraffe — die Scherifa der Araber, d. h. die Liebliche — und seltsam gehörnte Antilopen weiden, scharf ausspähend nach dem allgewaltigen Löwen und dem listig schleichenden Leoparden, wechselt in den Niederungen mit für den Menschen undurchdringlichen Gras- und Schilfwäldern — Wäldern, -denn bäum-