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Die Naturschätze von Zentralsrika. — Klima. — Kulturbesähigung der Neger. — Rolle des Handels und des Ackerbaues. — Die Missionen.
Es ist heute eine unleugbare Thatsache, daß das Hochplateau von Zentralasrika eine der reichsten Gegenden der Erde ist, ein Wunderland, dessen Erzeugnisse an Zahl und Mannigfaltigkeit denen der begünstiglsten Länder der Erdkugel gleichkommen.
Baumwollenstauden, Kaffeebäume, Zuckerrohr, Muskatenbäume, Pfeffersträucher, Ricinus, alle tropischen Gewürzpflanzen, die überall sorgfältige Pflege verlangen, wachsen hier von selbst. Sesam und Erdnüsse, die auf mehreren Küstenpunkten gebaut werden, bilden einen wichtigen Handelsartikel für Europa, ebenso wie das Palmenöl, welches an den Mündungen des Niger und des Kongo die soziale Umgestaltung der Uferbevölkerungen begonnen hat. Fast überall finden sich Bäume, welche Gummiharze, Kopal und Kautschuk liefern. Endlich geben die Körnerfrüchte und Gemüse zwei oder drei Ernten
*) Nach Vauters, I>es LsIZes «Zaus l'^triqus ventrale. „Revue äs LelZi-lus" 1881, x>. 1S98iz<z. — Es durste diese übersichtliche Darstellung des angesehenen belgischen Akademikers, Archivars und Professors der Naturwissenschaften (geb. 1817) um so mehr Interesse erregen, da sie beweist, daß das Ausland, schon bevor Deutschland den Fuß auf Ostasrika setzte und sich den Weg zum Seeengebiete bahnte, die ungeheure Bedeutung dieser Länder sür Handel und Plantagenbau vollständig erkannt hatte. ^- Zur Ergänzung erlauben wir uns auf Dr. Grimm, Ministerialvr-isident a. D., Der wirtschaftliche Wert von Deutsch-Afrika, Berlin 1886, hinzuweisen. B.