Druckschrift 
Ostafrika, der Sudan und das Seeengebiet : Land und Leute ; Naturschilderungen, charakteristische Reisebilder und Scenen aus dem Volksleben, Aufgaben und Kulturerfolge der christlichen Mission, Sklavenhandel ; die Antisklavereibewegung, ihre Ziele und ihr Ausgang ; kolonialpolitische Fragen der Gegenwart ; nach den neuesten und besten Quellen / von Johannes Baumgarten
Entstehung
Seite
163
Einzelbild herunterladen
 

Mittel zur Bekämpfung

des großen Elendes des Sklavenhandels in Afrika.

Von

Dr. Fr. Favri.

Die in vielen Teilen Deutschlands hervorgetretene Begeisterung für die Antisklavereibewegung hat so viele schöne Seiten eines rein­menschlichen, humanen Interesses, es haben auf den großen Ver­sammlungen zu London, Brüssel und Köln in erfreulicher Weise an­gesehene Vertreter der beiden Hauptkonfessionen diese Sache als eine gemeinsame christliche Angelegenheit so einträchtig be­sprochen, daß wir, angesichts der sicher bevorstehenden guten Ergeb­nisse, welche die Bewegung jedenfalls durch Weckung der Teilnahme für unsere Missionen und unsere afrikanischen Kolonieen haben wird, hier keine abfällige Kritik der noch im Gange befindlichen Bewegung üben, sondern nur aus der Feder eines anerkannten Afrikakenners die Mittel und Wege darstellen lassen wollen, welche außerhalb jener Bewegung langsam und allmählich auf die Unterdrückung des Sklaven­handels und seiner Greuel hinwirken. Findet die Antisklaverei­bewegung noch andere Mittel, die sich bewähren können, so ist es desto besser.

Dr. Friedrich Fabri bezeichnet in seiner hochbedeutenden Schrift: Fünf Jahre deutscher Kolonialpolitik" vor allem die Missions­arbeit als ein solches Mittel, aber nicht sie allein, und fährt dann fort:Es wird von Bedeutung sein, wenn die europäischen Mächte den Sklavenbezug in den orientalischen Ländern möglichst einschränken

11*