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Näheres darüber wird aus militärischen Gründen nicht mitgeteilt. Die Linien Bukvba—Kissenji und Bukoba —Ussuwi sollten ebenfalls mit Heliographen ausgestattet werden, man mußte jedoch wegen ungünstiger Lichtverhältnisse diesen Plan wieder aufgeben (94, 1912/13, B, 3).
Über den Aufschwung des Pvstverkehrs, der seit 1900 auch dadurch eine Belebung erfuhr, daß auch für den Verkehr mit den Schutzgebieten die im Innern Deutschlands geltenden Postsätze eingeführt wurden, geben schließlich einige statistische Angaben ein anschauliches Bild: Im Jahre 1900 betrug die Zahl aller Briefe (einschließlich der Drucksachen, Geschäftspapiere und Warenproben), sowohl der aufgegebenen wie angekommenen, nur 674000, 1912 dagegen 3 676 455 Stück. Die Summe der Pakete stieg in der gleichen Zeit von 7500 auf 69 929 Stück (94, 1912/13, St. 388/98).
Auf die einzelnen Bezirke verteilten sich die Sendungen folgendermaßen:
1900
1912
Postamt
Vrief-
Ei »fache
Brief
Einfache
sendungen
Paket-
sendungen
Pakete
Daressalem , . .
270800
3179
994516
19212
Moschi. ....
17100
167
189046
4602
Muansa ....
13 300
11
117169
1472
Bukoba ...
4600
11
67353
1075
WllhelmStal . . .
9 600
151
1,0058
2 395
Tabora ....
20600
25
281502
2 991
^. Lustverkehr.
Im Verkehrsleben der Kolonien fehlt bisher noch das modernste Verkehrsmittel, das Luftfahrzeug. Die Versuche, die man vor einigen Jahren unternahm, wurden durch den Krieg unterbrochen, es ist aber anzunehmen, daß es nicht bei Versuchen geblieben wäre, zumal die Technik seitdem wieder bedeutende Fortschritte gemacht hat, wie die Erfolge des Flugwesens im Kriege erweisen. Für die Kolonien dürfte vor allem der geringeren Kosten und des einfacheren Betriebes halber das Flugzeug geeigneter sein als das Luftschiff (148). Es würde wie bei uns in erster Linie militärischen Zwecken dienen, außerdem aber könnte es als Transportmittel verwendet werden, vor allem im Dienste des PostVerkehrs (147). Sowohl Nachrichten- wie in beschränktem Maß Personen- und Paketbeförderung könnte das Flugzeug übernehmen.
Bei feiner starken Abhängigkeit von den klimatischen und meteorologischen Vorgängen hielt man das Luftfahrzeug nicht für die Tropen geeignet, indes dürften diese Bedenken übertrieben sein (54, 27). Das Klima Ostafrikas soll sich sogar gut für einen Flugverkehr eignen. Selbst zur