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Wicklung Ostcifrikas manchen Schaden gebracht haben. Könnte der Süden doch andere Landstriche, die jetzt noch der Einfuhr von Lebensmitteln bedürfen, mit seinen Nährfrüchten versorgen, wie es schon früher eine Zeitlang der Fall war, als ein beträchtlicher Export nach dem nördlichen Küstenland stattfand. Die Entscheidung, ob der Süden seine selbständige Bahn erhalten soll, oder ob er an die Mittelbahn angegliedert wird, ist noch nicht gefallen, da erst noch eine genaue Erkundung der Verkehrsmöglichkeiten in der Südhälste Deutsch-Ostafrikas angestellt werden soll (99,73). Hoffentlich ist ihr Ergebnis die Forderung des Baues einer selbständigen Njassabahn, die möglichst noch zustande kommen sollte, ehe die fremden Linien den See erreichen, denn sonst würde sich derselbe Vorgang wiederholen, wie bei der Ugandabahn: die deutsch-ostafrikanische Bahn müßte sich erst ihren Verkehr von dem fremden Unternehmen erkämpfen. Bei der Südbahn Kilwa—Wiedhafen würde es allerdings nicht so schwer sein wie bei den bisher gebauten Bahnen, da sie in ihrer Kürze einen nie zu beseitigenden Vorteil besitzen würde. Ob aber eine Bahn Dares- salam—Kilossa—Langenburg bei ihrer größeren Länge von 825 Km (81, 442) und den nicht unerheblichen Geländeschwierigkeiten den Kampf gegen eine fremde Njassabahn aufnehmen könnte, ist nicht mit Bestimmtheit zu sagen.
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Bei einer zusammenfassenden Betrachtung der Eisenbahnen Deutsch-Ostafrikas kann man sagen, daß ihre Entwicklung, die ja immer noch im Anfange begriffen ist, bereits inmitten eines zweiten Stadiums steht. Die erste Zeit war die zögernder Versuche und mancher Fehlschläge, die zweite eine Periode raschen Fortschreitens, die im großen und ganzen schon gute Ergebnisse gezeitigt hat. Sie brachte dem Schutzgebiete die wichtigsten Bahnen, oder wenigstens deren Hauptbestandteil; sie wird erst völlig beendet sein, wenn jeder der drei Seen und damit jeder der drei zwischen Küste und Seen liegenden großen Landkomplexe seine Bahn hat. Erst, wenn so die Hauptadern zur Erschließung der Kolonie geschaffen sind, kann in einer dritten Periode der allmähliche Ausbau des Eisenbahnnetzes durch Querverbindungen und Seitenlinien beginnen. Hoffentlich setzt sich dieser natürliche Entwicklungsgang trotz des Einflusses der Mittellandbahn noch durch, und hoffentlich ist die Zeit nicht allzufern, wo der so plötzlich unterbrochene Ausbau unseres Schutzgebiets seinen ruhigen Fortgang wieder aufnehmen kann!
IV. PostVerkehr.
Die PostVerbindungen des Schutzgebietes mit der Heimat wurden bewerkstelligt durch die Reichspostdampfer der deutschen Oftafrika-Linie, die in jeder Richtung zweimal monatlich verkehren, sowie durch die Dampfer der UössaZsriös Nsritimss und die Postdampfer der Lritisb. Inckis Ltssm