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Geschichte der Freien Hansestadt Bremen von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Franzosenzeit / Christian Abraham Heineken. Bearb. von Wilhelm Lührs
Entstehung
Seite
182
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Baumöl'

2 550

Zentner

Baumöl

991

Zentner

Reis

5 690

Zentner

Reis

13 282

Zentner

Sirup

1 146

Zentner

Sirup

16 03772

Zentner

Tran

1 279

Tonnen

Tran

1 882

Tonnen

Tabak

1 268

Zentner

Tabak

5 587

Zentner

Wein

31 Vi

Oxhoft

Wein

4 651 Vi

Oxhoft

Zucker

48

Zentner

Zucker

1 971

Zentner

Dieser vermehrte oberländische Handel veranlaßte im Jahre 1786 eine Verein­barung mit den Kaufleuten in Münden zu schnellerer Beförderung der Kauf­mannsgüter, die zu weiterer Spedition nach Münden oder von dort nach Bremen gesandt werden möchten. Zugleich traf der Landgraf von Hessen-Kassel 2 ver­schiedene Einrichtungen in Karlshafen zur Beförderung der dortigen Spedition, die indessen dem hiesigen Vertrieb nur geringen Vorteil verschafften. Einen wichtigen Zweig dieses oberländischen Handels der Stadt zu erhalten, er­ließ der Senat schon einige Jahre früher (9. April 1779) eine Verordnung wegen eingerissener Unordnungen und Nachlässigkeiten bei dem Leinsamenhandel, deren Tendenz vorzüglich dahin ging zu verhindern, daß nicht alte Saat für neue ver­schickt oder mit neuer Saat vermischt werde.

4. Schiffbau Seeassekuranzkompanien Garnhandel

Jene Ausdehnung des bremischen Seehandels vermehrte auch die Lebhaftigkeit des Schiffbaues so sehr, daß man im Jahre 1781 30 neue Schiffe, meistens von 100 bis 200 Lasten, in Bremen, Burg, St. Magnus, Vegesack und Rönnebeck für Bremer Rechnung zu gleicher Zeit auf dem Stapel liegen sah. Und dieser erwei­terte Schiffbau belebte wiederum den oberländischen Holzhandel, bei dem sich jedoch die Spekulation sehr bald weiter als bis auf Bremen erstreckte. Besonders trat an der oberen Weser eine Gesellschaft Teilnehmer zusammen, die sich König­lich-Preußische Nutzholzhandlungs-Kompanie nannte, ansehnliche Waldungen ankaufte, diese fällen und das Holz die Weser hinunter nach Bremen bringen ließ, wo es dann an dem Ausfluß der Lesum, bei St. Magnus, lagerte, von da hiesige Kaufleute es zum Vorteil jener Gesellschaft seewärts, mehrenteils nach Holland, weiter verschifften. Dieser Holzhandel blühte jedoch nur einige Jahre. Auf die Dauer hatte er so wenigen Bestand wie die Segeltuchfabrik, die eine Gesellschaft bremischer Kaufleute in Scharmbeck 1 anlegte.

1 Baumöl: Olivenöl.

2 Wilhelm IX., Landgraf (1785-1803) von Hessen-Kassel, als Kurfürst (1803-1821) Wilhelm I.

1 Heute Osterholz-Scharmbeck.

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