Druckschrift 
Bremer archäologische Blätter / Der Landesarchäologe
Entstehung
Seite
77
Einzelbild herunterladen
 

Gabriele Nowatzyk

Aus dem Bremer Umland: Burganlagen im Kreis Verden

Der Landkreis Verden ist nicht sehr reich an obertägig sichtbaren und guterhaltenen ar­chäologischen Fundstellen. Zwar sind von den ca. 2.500 bekannten Fundplätzen über 700ar­chäologische Baudenkmäler" so die Be­zeichnung des niedersächsischen Denkmal­schutzgesetzes für sichtbare Objekte - doch handelt es sich hierbei fast ausschließlich um Grabhügel. Dem stehen gerade sechs Burgan­lagen unterschiedlichster Form, Funktion und Zeitstellung gegenüber, die aber entgegen der Mehrzahl der Grabhügel in einem vergleichs­weisen guten Zustand überdauerten. Drei der

imposantesten Burganlagen sollen hier be­schrieben werden (Abb. 1).

Unsere Burgen lassen sich kaum mit den be­kannten in Mittel- und Süddeutschland auf Fels errichteten Anlagen vergleichen. Mangels prä­gnanter topographischer Lagen und Steinma­terial wurde vor allem Erde genutzt und zu Wäl­len und Gräben geformt. Hölzerne Einbauten sind heute vergangen, die Erdmassen erodiert, verschliffen oder im ungünstigsten Fall sogar völlig zerstört. Dem fachfremden Beobachter bietet sich häufig nur das Bild einer ungewöhn-

Wümme

Baden

cr^j

Langwedel

Hagen- Grinden

»Verden

~

0

10km

1 Kreis Verden. Lage der drei frühen Burganlagen.

77