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Bremen und seine Bauten / bearb. und hrsg. vom Architekten- und Ingenieur-Verein
Entstehung
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557
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Feuerlöschwesen. "0 <

deren er im stände ist, andere Personen, im Notfalle auch sich selbst zu retten. Ist zur Anwendung dieser Apparate keine Zeit mehr vorhanden, so ist das letzte Hülfsmittel das Sprungtuch, von denen die Hauptwache drei Stück, jede Nebenwache eins mit sich führen.

Die Wasserversorgung erfolgt in erster Linie aus der Wasserleitung. An dieselbe waren Anfang 1899 angeschlossen 1400 unter Flur liegende und 180 über Flur stehende Hydranten. Im allgemeinen werden Unterflur­hydranten eingebaut, die 63 mm weiten Auslauf haben und in 100110 m

Fig. 455- Gasspritze mit aufgehängtem Pferdegeschirr beim Alarm.

Entfernung auf den Fufswegen liegen. In den Hafenbezirken und an allen feuergefährlichen Stellen der Stadt werden seit 1890 nur Überflurhydranten von 100 mm Ausflufsweite nach der Konstruktion des Branddirektors auf­gestellt. Aufserdem sind die Stadtgräben und eine Anzahl zum Saugen eingerichteter Rohrbrunnen für das Anlegen der Dampfspritzen da. Aus der Grofsen und Kleinen Weser, ebenso aus den Häfen ist es für die Landmaschinen selten möglich zu saugen, weil der Wasserspiegel zu tief unter Strafsenpflaster liegt, dort kommen die Spritzendampfer zur Verwendung, teils zum Speisen anderer Maschinen, teils zum direkten Spritzen; sie liefern je 3,5 3,8 cbm in der Minute.

Um in dichtem Rauch arbeiten oder in mit giftigen Gasen angefüllte Räume eindringen zu können, sind Rauchschutzapparate vorhanden, alle mit Luftzuführung von aufsen mittels Blasebalges, zwei nach dem System Stude-

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