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i5Z2. wiegelten die 104. das gemeine Volk sonderlich in St. Stephans Kirchspiel so sehr auf, daß sich daselbst eines Tages gegen Abend eine ganze Menge mit Gewehr veisammlete, welche die beyden Thorflügel in der Natel zerschlug, und im Begriff stand in die rechte Stadt zu fallen. Allein sie rückten doch nicht weiter: denn ein Haufen angesehener und gutgesinnter Bürger fand sich in voller Rüstung zu Pferd und zu Fuß auf dem Markte ein, und war entschlossen, wo nicht auf die anderen anzufallen, doch wenigstens Gewalt mit Gewalt zu vertreiben. Am Morgen darauf gieng aber jeder, nach gemachtem Stillstand, ruhig nach Hause.
Kurz vor Jakobi kam, vermuthlich auf Veranlassung der Erkohrnen, die ganze Gemeinde, und darunter viele mit Gewehr versehen, a«f dem Domshofe bey einander, und riefen Durch alle 4 Kirchspiele, die 104 Manner sollten bleiben; wobey die gutgesinnten Bürger, die sich hiergegen erklärten, bey Tafel und Buch bleiben zu wollen, verjagt und mit Steinwürfen verfolgt wurden. Alles dieses öffnete den wohldenkenden Bürgern immer mehr und mehr die Augen über die unglückliche
Lage